Ministerpräsident Weil besucht „Hilfe Gottes“

1992 wurde der Tagebau in Bad Grund eingestellt, doch der könnte ein Revival erleben. (Foto: Niemann)

Bad Grunder Bergwerk-Projekt peilt nächstes Etappenziel an / Vermutlich Rohstoffe im Wert von 2,3 Milliarden Euro

Hoher Besuch im ehemaligen Erzbergwerk „Hilfe Gottes“ in Bad Grund.

Am Dienstag, 25. Juli, wird Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sich vor Ort umsehen. Wie der stellvertretende Regierungssprecher Michael Jürdens auf Anfrage des „Beobachter“ mitteilt, ist der Termin für 17 Uhr vorgesehen. „Es handelt sich um eine SPD-Veranstaltung“, führte er dazu weiter aus. Laut „Beobachter“-Information soll der Ministerpräsident für das Projekt, wieder Bergbau unter Tage in Bad Grund zu betreiben, sensibilisiert werden. Bis hier wirklich gefördert wird, werden vermutlich noch einige Jahre vergehen.
Wahre Schätze stecken in der Bad Grunder Erde. 1992 wurde der Tagebau eingestellt, doch der könnte ein Revival erleben. Geplant ist im Erzbergwerk „Hilfe Gottes” wieder sogenanntes Feinberges-Material, das Blei, Zink und Seltenmetalle enthält, abzubauen. „Der theoretische Metallwert der geologischen Vorräte ohne Nebenmetalle mit Silber basierend auf den Rohstoffpreisen vom 1. Dezember 2016 beträgt circa 2,3 Milliarden Euro”, heißt es im Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zur Aufsuchung bergfreier Bodenschätze, der dem „Beobachter“ vorliegt, unter dem Punkt Rohstoffbewertung. Abzüglich unter anderem des Aufbereitungsverlustes blieben eine Milliarde Euro übrig, heißt es dazu weiter. Fakt ist, der besagte Antrag liegt beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld vor. Voraussichtlich im September soll dann nach „Beobachter“-Information die Genehmigung erteilt sein. Bei der sogenannten Exploration wird die Bad Grunder Lagerstätte geologisch erkundet, um zu schauen, ob überhaupt wirtschaftlich bauwürdiges Erzvorkommen vorhanden ist.
Eingereicht hat den Antrag die MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH aus Nordhausen. Antragsteller und verantwortlich für das Projekt ist die Samarium Tennessine Corporation.