Mit neuer Straßenbeleuchtung die Kasse entlasten

Durch moderne Leuchtmittel können Gemeinden viel Geld einsparen. (Foto: bo)

Umrüstung alter Straßenbeleuchtung schont die Umwelt

Bad Grund (Sab). Die jährlichen Stromkosten für die Straßenbeleuchtung in der Samtgemeinde Bad Grund belaufen sich auf rund 63.500 Euro. Hinzu kommen noch die nicht unerheblichen Kosten für die Reparaturen. In Bad Grund schlagen die Stromkosten im Haushaltsplan für 2009 mit rund 23.400 Euro zu Buche, in Badenhausen mit rund 12.900 Euro, in Eisdorf/Willensen sind es rund 9.400 Euro, in Gittelde/Teichhütte rund 11.200 Euro und in Windhausen rund 6.700 Euro.
Viel Geld für eine Kommune, zumal wenn in der Haushaltskasse Ebbe ist. Sparen ist also angesagt. Aber wie? Den Kommunen kommt eine EuP-Rahmenrichtlinie zu Hilfe, die besagt, dass ab 2012 Natriumdampflampen (NAV) eine bessere Lichtausbeute aufweisen müssen. Ab 2015 dürfen Quecksilberdampflampen (HQL) überhaupt nicht mehr vertrieben werden. In der Samtgemeinde sind davon noch einige der insgesamt 1.956 Stück Leuchtmittel ausgestattet. In Bad Grund betragen die Stromkosten je Leuchtmittel 43 Euro im Jahr, in Badenhausen sind es 29 Euro, in Eisdorf 31 Euro, in Gittelde und Windhausen jeweils 27 Euro. Die unterschiedlichen Höhen ergeben sich daraus, wie viele „modernere Lampen", das heißt kostengünstigere, in den einzelnen Orten bereits vorhanden sind.
Diese und noch anderen Zahlen waren in der kürzlich stattgefundenen gemeinsamen Sitzung der Bau- und Umweltausschüsse der Räte und des Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde zu hören. Diplom-Ingenieur Uwe Schiller von der SG-Bad Grund und Diplom-Ingenieur Schickedanz von der Harz Energie Osterode, hatten ausführliche Daten und Fakten über die Straßenbeleuchtungen in den Orten der Samtgemeinde zusammengestellt.
Dabei wurde auch der Ist-Zustand analysiert. Ein Kataster über die Standorte der derzeitigen Straßenlampen gehörte dazu. Daraus ergaben sich auch Handlungsweisen für die Zukunft. Der Ist-Zustand über die verschiedenen Ein- und Ausschaltzeiten in den einzelnen Orten gab Anlass dazu, darüber nachzudenken, um hier Kosten zu sparen. Nachgedacht werden soll, so die Teilnehmer der Info-Veranstaltung, die Analyse des Ist-Zustandes im Hinblick auf die Leuchtentypen, die Leuchtmittel, die Schaltzeiten und die Standorte auszuwerten. Einigkeit bestand darüber, ein Gesamtkonzept für die Jahre 2011 bis 2025 zu beraten und den erforderlichen Handlungsbedarf sowie die jährlichen Haushaltsmittel bereitzustellen. Bei üblichen Reparaturen sollen mögliche und erforderliche Änderungen berücksichtigt werden. Die Verwaltung kündigte an, dass allen Ratsmitgliedern die Informationen der Harz Energie und der Samtgemeinde zur Verfügung gestellt werden. Weitere Beratungen sollen dann stattfinden.