Mit stehenden Ovationen verabschiedet

Paul Kern wurde auch durch den Mannschaftsführer der 1. Herren, René Schmalstieg, mit einem schönen Andenken verabschiedet.

Paul Kern tritt nach einer beeindruckenden Amtszeit von 19 Jahren als Erster Vorsitzender zurück

Eigentlich dauert die Wahlperiode für Vorstandsämter beim SV Viktoria Bad Grund immer zwei Jahre. Das wird auch so bleiben. Doch bei der jetzigen Wahl galt es den bereits bei der letzten Jahreshauptversammlung angekündigten Wunsch des 1. Vorsitzenden umzusetzen, einen Nachfolger für ihn zu bestimmen.
Erfreulich war die Beteiligung mit fast 50 Teilnehmern an der Jahreshauptversammlung im Sportheim im Sportpark Teufelstal, zu der Vorsitzender Paul Kern als Gast auch Uwe Sommermeyer als stellvertretenden Bürgermeister der Bergstadt Bad Grund begrüßen konnte. Nach der Totenehrung für den früheren 2. Vorsitzenden Klaus Stein, den Grußworten und der einstimmigen Genehmigung des Protokolls der letztjährigen JHV gaben die Vorstandsmitglieder ihre Jahresberichte ab.

Kern erkannte, wie seine übrigen Vorstandskameraden auch, eine positive Trendwende im Miteinander innerhalb des Vereins und erwähnte da unter anderem die neuen Aktivitäten neben dem Fußball bei der 1. Herren ebenso wie zum Beispiel den jetzt regelmäßig stattfindenden Ü50-Treffen oder den monatlichen Kapuziner-Stammtisch im Sportheim.
Fachwart Tomas Winkel sah einen durchwachsenen Saisonverlauf bei 1. und 2. Herren, der vor allem verletzungsbedingt unruhig verlief, was bei der Reserve oftmals zu Spielerengpässen und auch zu Spielausfällen führte. In der neuen Saison wird die 2. Herren mit dem VfL Badenhausen II eine Spielgemeinschaft bilden. Hervorzuheben ist die Leistung der Alt-Senioren, die nur knapp den Meistertitel in der Nordharzliga verpassten.
Auch Jugendwart René Schmalstieg zog eine durchwachsene Bilanz, wobei erfreulicherweise mit der durch Mike Blum trainierten F-Jugend ein Lichtblick im Punktspielbetrieb im Einsatz war. In der kommenden Saison wird man im Bereich der D-Juniorinnnen, sowie den E- und F- Junioren mit dem FC Windhausen als JSG im Einsatz sein. Die älteren Jahrgänge werden mit Gastspielgenehmigungen in Vereinen der Nachbarschaft untergebracht, da man keine eigenen spielfähigen Teams zusammen bekommt.
Kassenwart Wolfgang Berger machte wieder einmal deutlich, wie wichtig das Sportheim für den Bestand des SV Viktoria ist. Die angespannte Finanzlage mit Defiziten im Spielbetrieb konnte nur durch Gewinne im Sportheimbetrieb ausgeglichen werden, so dass am Ende noch schwarze Zahlen im Abschlussbericht stehen. Dennoch rief er zur Sparsamkeit auf, da ja auch weiterhin noch Abträge für die Kredite für die Glück-Auf-Kampfbahn und das Sportheim zu zahlen sind. Auf jeden Fall bestätigten ihm die beiden Kassenprüfer Stephan Lösch und Stefan Omiecina eine beeindruckende und klar verständliche Kassenführung. Es folgte durch die Versammlung auf Antrag der Kassenprüfer eine einstimmige Entlastung des Vorstandes.
Es folgte wie angekündigt der Rücktritt von Paul Kern nach einer beeindruckenden Amtszeit von 19 Jahren als 1. Vorsitzender. Auf Vorschlag des Restvorstandes wurde Rüdiger Lösch von der Versammlung einstimmig kommissarisch als Vorsitzender bis zur nächsten regulären Wahl 2014 eingesetzt. Er durfte dann auch gleich seine erste angenehme Pflicht erfüllen und ernannte Paul Kern in Anerkennung seiner weit über das normale Maß hinaus erfüllten Aufgaben zum Ehrenvorsitzenden des SV Viktoria Bad Grund.
Vorangegangen war eine animierte Bilderschau, auf die über 30 Jahre andauernden Aktivitäten von Paul Kern beim und für den SV Viktoria. Zusammengestellt wurde das von Hartmut Friederichs, Tomas Winkel und Wolfram Marx. Integriert war ein musikalischer Gruß von Daniel Schulz, besser bekannt als „Der Schulz“. Daniel war vor 30 Jahren, 1983, zusammen mit Paul Kern als Trainer, Hallenkreismeister in der D-Jugend geworden und es war ihm wichtig, seinem Ex-Trainer dieses Dankeschön zu schicken.
Da sich Kern zukünftig mehr seinem Hobby, dem Wandern, widmen will, erhielt er zur Regeneration einen Wanderaufenthalt im Bayerischen Wald, den er im September „ableisten“ wird.
Es war ein sehr emotionaler Moment, den die Anwesenden mit lang anhaltendem Applaus und „Standing Ovations“ honorierten. Dem SV Viktoria geht Kern allerdings nicht verloren. Er wird den Vorstand in „zweiter Reihe“ vor allem in finanziellen Dingen weiter zur Seite stehen und ab der kommenden Saison bei der E-Jugend wieder als Trainer einsteigen. Sozusagen als Ergänzung zu seinem Ehrenamt als Schulfußball-Referent, das er einmal die Woche für die Grundschule im Teufelstal ausübt und so weiter auf der Suche nach Talenten ist.