Neuer Weg für Erhalt des Bergbaumuseums

Für den Erhalt des Bergbaumuseums Schachtanlage Knesebeck bieten sich neue Chancen. (Foto: Schwinger)

Mittels der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz soll Schachtanlage Knesebeck zum Besuchermagnet werden

„Die Zusammenführung in eine gemeinsame Trägerschaft streben vier Oberharzer Museen und Besucherbergwerke unter dem Dach der UNESCO-Welterbestätte „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft an“, teilte der Kulturhistoriker Ulrich Reif M.A. von der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz den Besuchern der Jahreshauptversammlung des Bergbau-Fördervereins mit.

Die Projektbasis ist das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld, das bereits durch die Stiftung betrieben wird, mit den Projektpartnern Grube Samson in St. Andreasberg, der 19-Lachter-Stollen in Wildemann und die Schachtanlage Knesebeck in Bad Grund, die von Privatpersonen oder Fördervereinen betrieben werden.
Auf Anregung von Volker Sturm, dem Vorsitzenden des Bergbaufördervereins, informierte der Kulturhistoriker über die drei Schritte „Entwickeln – Lernen – Realisieren“, in denen die Strukturen der lokalen Erinnerungsstätten an den Bergbau im Harz in moderne Vermittlungsorte entwickelt werden sollten. Ein Modell für Kultur im Wandel, für das die Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz einen Eigenanteil von 150.000 Euro aufbringt, um von der Kulturstiftung des Bundes 1,35 Millionen Euro Zuschuss zu erhalten.
Von 2016 bis 2019 sollen die vier kleineren Bergbaumuseen durch Ausstellungskonzeptionen, Besucherleitsysteme und Marketingstrategien zu Besuchermagneten werden, um an vier Harzorten die Erinnerung an den Bergbau zu vermitteln und wach zu halten. Ziel dabei ist nicht nur die Beteiligung der derzeit aktiv ehrenamtlichen Privatpersonen und Mitarbeiter aus den Bergbau- und Fördervereinen, sondern auch die Beteiligung der Bevölkerung in den Oberharzer Bergstätten, vor allem an den Schulen das Interesse an die Geschichte des Bergbaues im Harz zu wecken.
Das Aufzeigen dieses neuen Weges zum Erhalt des Bergbaumuseums Schachtanlage Knesebeck fand großen Beifall unter den Besuchern der Jahreshauptversammlung. Über eine gemeinsame Trägerschaft und in Zusammenarbeit des Führungspersonals erscheinen die Bergbaumuseen zur Vermittlung der Bergbautradition gesichert. Im Bewusstsein, dass die dünne Personaldecke und die kaum ausreichenden Finanzmittel ein Überleben in Zukunft nicht sichern, sprach sich auch Volker Sturm als Vorsitzender dafür aus.

Den gesamten Beitrag lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 5. April.