Nur der Papst war leider nicht da

Harald Dietzmann, Bischof Anba Damian, Dr. Reiner Hannig und Pastor Michael Henheik (von links) bei der Vorstellung des Planungsstandes im künftigen Internat für koptisch-orthodoxe Jugendliche, die sich dort auf ein Studium in Deutschland vorbereiten wollen. (Foto: Niemann)

Gestaltung des koptischen Internats in ehemaliger Grundschule Bad Grund nimmt Formen an

Eigentlich wurde für Sonntagabend mit Spannung die Ankunft des Oberhauptes der Koptisch-Orthodoxen Kirche weltweit, Papst Tawadros II. (der 118. Patriarch von Alexandria), in Bad Grund erwartet, was jedoch aufgrund des angeschlagenen Gesundheitszustandes des Papstes leider ausfallen musste. Dennoch kamen abends in der ehemaligen Grundschule und dem zukünftigen Internat für koptisch-orthodoxe Christen Vertreter der evangelischen Kirchen Bad Grund und Wildemann, Vertreter des Ortsrates und zahlreiche weitere an dem Projekt Beteiligte zusammen, um sich über den Planungsstand zu informieren. „Sehr gerne wäre ich mit meinem Papst gekommen“, so Bischof Anba Damian, Oberhaupt der Kopten in Deutschland. Nach einem sehr gefüllten Programm in Berlin, bei dem unter anderem auch der Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier anstand, sei der Papst jedoch körperlich sehr erschöpft gewesen. Dennoch sei der Besuch nicht aufgehoben, da sich der Papst unbedingt selbst von dem Projekt in Bad Grund ein Bild machen wolle.
„Das Projekt ist einmalig in ganz Europa“, so Bischof Damian, lediglich in Ägypten gebe es sechs vergleichbare Schulen. Der Bischof dankte allen, die an dem Projekt mitarbeiten und daran beteiligt sind, es sei enorm, was bisher schon geleistet wurde. Voraussichtlich im März des kommenden Jahres gehe es mit 30 oder 40 Studenten los, die vorläufig erst einmal anderweitig untergebracht werden müssen, da man bis dahin die Schlafräume noch nicht fertig habe. Der Bauantrag für den Umbau soll voraussichtlich in zwei Wochen gestellt werden können.

Den gesamten Bericht lesen Sie in der gedruckten Ausgabe des „Beobachters" vom 24. Oktober 2017.