Ohne Notenkenntnisse über 40 Lieder geschrieben

Die Tochter von Harry Brandt Gudrun Mohaupt (Mitte, hier mit ihrem Sohn Kai und ihrem Mann Hans Jürgen) war schon als Vierjährige mit ihrem Vater bei Konzerten und Veranstaltungen dabei. (Foto: Niemann)

Bad Grunder Harry Brandt war jahrzehntelang ein gefragter Sänger und Jodler – Tochter Gudrun erinnert sich

Mit seinen Liedkompositionen prägte er das Harzer Liedgut und spiegelte darin seine Heimatverbundenheit wieder, die auch heute noch in den Gesangbüchern der Harzklub- Zweigvereine am Leben erhalten wird.

Der Bad Grunder Harry Brandt war ein gefragter Sänger und Jodler und komponierte während seines Schaffens über 40 Heimatlieder.
In einem Gespräch mit seiner Tochter Gudrun Mohaupt, die heute bei Bad Gandersheim lebt, erinnert sie sich an die Zeit, in der sie, mit ihrer Schwester Heidelinde und ihren Brüdern Dieter und Gunther, zahlreiche Auftritte durchführte. Sie könne sich an viele schöne Momente erinnern, wenn die Familie gemeinsam auftrat. Dabei seien ihr nicht nur die öffentlichen sondern auch die privaten Auftritte bei Familienfeiern besonders im Gedächtnis geblieben. Dennoch gab es neben den vielen schönen Momenten Zeiten, die sehr anstrengend gewesen seien. Bereits als Vierjährige war sie schon bei zahlreichen Veranstaltungen dabei, einmal sogar bei Radio Bremen. „Es war viel Leben damals“, sagt Mohaupt, aber es sei auch sehr anstrengend und gerade als Kind oft eine Zeit der Entbehrung gewesen. Denn wenn andere Kinder im Sommer schwimmen gingen, musste sie entweder auftreten oder an den Übungsstunden teilnehmen.
Ihr Vater Harry Brandt wurde 1909 in Bad Grund geboren und arbeitete als Bergmann in der Grube Hilfe Gottes. Bereits mit sechs Jahren bekam er seine erste Zither und mit 18 Jahren soll er das Jodeln begonnen haben. Mit 20 gründete er die Stimmungskapelle „Harzer Roller“, die zunächst aus drei Musikern bestand und die in Gaststätten und Ausflugslokalen in Bad Grund und umliegenden Orten spielte. Harry Brandt beherrschte die Instrumente Geige, Mandoline, Gitarre, Zither und Akkordeon, die er sich alle selbst beibrachte. Aus den anfangs drei Musikern wurden sechs, sodass daraus eine Heimatgruppe entstand. Im Jahr 1934 initiierte der Harzmaler Karl Reinecke den ersten nachweisbaren Jodelwettbewerb, der aufgrund eines großen Besucherandrangs ein großer Erfolg wurde. Bester Jodler damals war Harry Brandt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der heutigen Print-Ausgabe des Beobachters vom 15. Februar.