Ortsrat berät finanzielle Situation

Ortsbürgermeister Manfred von Daak (rechts) überreicht Jürgen Knackstädt für seinen Einsatz bei der Restaurierung des neuen Sitzungsraumes ein Geschenk. Friedel Kern wird seines noch erhalten. (Foto: Bordfeld)

Fachbereichsleiter schlüsselt Eröffnungsbilanz auf

Der Ortsrat der Bergstadt Bad Grund traf sich erstmals in dem im alten Rathaus vom Siedlerbund „Grüne Tanne“ hergerichteten neuen Vereinsraum, der auch künftig als Tagungsraum der Vereine und Verbände genutzt werden kann. Während der Sitzung galt es unter anderem die erste Eröffnungsbilanz 2009 der Bergstadt zu beschließen.

Bevor dies aber in Einstimmigkeit erfolgte, verkündete Volker Höfert, Fachbereichsleiter Finanzen der Gemeinde Bad Grund, die ermittelten Werte. Er betonte, dass dieser finanzielle Rückblick in die Zeiten der Samtgemeinde erfolgen müsse, weil nach der bereits zum 1.Janur 2009 erfolgten Einführung der doppischen Buchhaltung noch die notwendige Eröffnungsbilanz als Grundlage für die weiteren Jahre zu beschließen sei. Diese zeigt erstmals vollständig das vorhandene Vermögen, aber auch das aufgebrachte Kapital und die bestehenden Schulden.
Im Ergebnis liegt eine Bewertung vor, die nach den gültigen Bewertungsregeln und dem Vorsichtigkeitsprinzip angefertigt wurde. „Wir können sagen, dass wir uns nicht besonders reich gerechnet haben, wir wollten uns aber auch nicht ärmer machen, als wir sind“, so Höfert.
Von der Bilanzsumme von rund 6,5 Millionen Euro entfällt ein Anteil von über 6 Millionen Euro auf das vorhandene Sachanlagevermögen – also auf Straßen, Gebäude, Grundstücke und technische Anlagen. Erfreulich sei, dass trotz eines Verlustvortrags von etwa 900.000 Euro aus den Vorjahren am Ende eine positive Nettoposition von über 1,4 Millionen Euro gezeigt werden kann. Dies sei vergleichbar mit dem Begriff des Eigenkapitals in der Privatwirtschaft.
Die recht hohen Gesamtschulden von 5.043.230,06 Euro beinhalten neben den langfristigen Darlehen von etwa 3,7 Millionen Euro auch den recht hohen Bestand an Liquiditätskrediten von über 1,3 Millionen Euro. „Das Ergebnis spiegelt die finanzielle Lage in Bad Grund aus unserer Sicht recht gut wider“, so Höfert in seiner abschließenden Bewertung der Zahlen.
Bürgermeister Manfred von Daak berichtete, dass das Bauvorhaben an dem Gebäude der Volksbank voraussichtlich im Sommer dieses Jahres starten werde, allerdings habe die Denkmalspflege die Beibehaltung des Flachdaches gefordert.
Außerdem plane die Harz Energie nach der zügig durchgeführten Baumfällung in der unteren Helmkampffstraße im Sommer in dem jetzt freien Seitenraum die Einbringung einer 20-KV-Leitung bis zur Trafo-Station (Aufgang Kraalherd`schen Berg). Erst wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werde an Anpflanzungen in diesem Bereich gedacht. Weiter soll die Trafo-Station im Lukashof auf die Fläche vor der ehemaligen Gaststätte „Lukashof“ verlegt werden. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen seien, werde noch einmal über weitere Baumfällungen in diesem Bereich nachgedacht.
Abschließend wurde bekannt gegeben, dass es auch Änderungen in der Parkplatzregelung im Bereich der Osteroder Straße geben wird. In dem Straßenzug sollen auf der einen Seite die Parkverbotsschilder weggenommen werden. Auch auf der gegenüberliegenden Seite im Bereich vom Volksbankgebäude bis zur Buchhandlung Dörpmund sollen die Schilder entfernt werden.