Ortsverkehrswacht warnt vor Radfahren ohne Helm

Fahrradhelme können Leben retten. Falsche Eitelkeit sollte nicht davon abhalten, einen Helm zu tragen. (Foto: bo)

95 Prozent der tödlichen Fahrradunfälle hätten verhindert werden können

Osterode / Bad Grund (Sab). Die Statistiken sprechen für sich. Mehr als 15000 Kinder sind es, die jährlich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr verunglücken. Auch zahlreiche tödliche Unfälle sind darunter. Die meisten der tödlich verunglückten Kinder könnten noch leben, wenn sie einen Fahrradhelm getragen hätten.
Untersuchungen, so die Ortsverkehrswacht Osterode-Samtgemeinde Bad Grund, haben ergeben, dass 86 Prozent der verunglückten Kinder Kopfverletzungen erleiden. 95 Prozent aller Radfahrer, die nach einem Unfall an ihren Kopfverletzungen gestorben sind, hätten mit einem Radfahrschutzhelm überlebt. Leider, so die Feststellung der Verkehrswacht, seien Jugendliche in der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen kaum bereit, einen Helm zu tragen. Grund: Sie orientieren sich an älteren Kameraden oder Erwachsenen, die meist ohne Helm fahren, und so zum negativen Vorbild werden. Erwachsene, so empfiehlt die Ortsverkehrswacht im Rahmen ihrer Verkehrssicherheitshinweise, sollten mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass der Helm ein unentbehrlicher Lebensschützer ist.
Modisch gesehen liegt der Helm übrigens entgegen anders lautender Behauptungen im Trend. Neonlackierung und schnittige Rennfahrer-Formen passen auch zum Outfit der Kids. Aber auch darauf wird aufmerksam gemacht. Ein Radhelm allein macht den Straßenverkehr nicht sicherer. Der Helm allein kann keine Unfälle verhindern und ersetzt natürlich auch keine vorsichtige Fahrweise. Er mindert aber auf jeden Fall die Folgen eines Sturzes. Wichtig ist auch, dass der Helm den Sicherheitsvorschriften entspricht und auch passt. Eltern sollten den Helm daher am besten gemeinsam mit den Kindern kaufen, um zu prüfen, ob er richtig sitzt und – ebenfalls wichtig –, dass er dem Kind auch gefällt, denn sonst landet er leicht in der Ecke. Ein guter Fahrradhelm muss die Stirn, Schläfen und den Hinterkopf bedecken. Das Gehör und die Sicht dürfen nicht behindert werden. Auf dem Kopf sollte er fest sitzen, aber ohne zu drücken.
Mit dem „GS-Zeichen" für geprüfte Sicherheit sollte das gute Stück ebenfalls versehen sein. Eine gute Beratung beim Kauf ist ebenfalls wichtig. Auch das ist wichtig: Nach einem Sturz mit Helm sollte er auf Mängel untersucht und geprüft werden. Auch kleinste Mängel und Verformungen können den Sicherheitsschutz beeinträchtigen. Und das könnte wiederum zu Sturzschäden führen.