Osterode nimmt Gespräche mit Northeim auf

Die Gespräche mit dem Landkreis Northeim sollen in den nächsten Monaten fortgesetzt werden. Foto: Strache

Nächstes Gespräch mit Northeim folgt am 13. März / Gespräche mit Goslar sollen fortgeführt werden

Osterode (bo). Am Montag fand nun das erste Fusions-Sondierungsgespräch der Landkreise Osterode und Northeim in Osterode statt. In harmonischem Meinungsaustausch einigten sich die Vertreter aus Politik und Verwaltung über die Grundlagen der weiteren Gespräche und ihren Zeitplan. So will man sich am 13. März – diesmal im Landkreis Northeim – wieder zusammensetzen, um einen gemeinsamen Verwaltungsentwurf zu Arbeitsinhalten und Arbeitsaufträgen an Arbeitsgruppen abzustimmen und einen Zeitplan bis spätes­tens zum 31. März 2013 zu entwickeln; an diesem Stichtag endet bekanntlich die Möglichkeit, aufgrund des Zukunftsvertrages des Landes Niedersachsen mit seinen Kommunen Finanzhilfen aufgrund hoher Kassenkredite zu bekommen.
Nach dem zweiten bilateralen Treffen soll es kurzfristig mit einem Gespräch zwischen den beiden Landkreisen und dem möglichen dritten Partner, dem Landkreis Göttingen, weitergehen; in Göttingen steht die Festlegung einer Verhandlungsposition noch aus. Beide Landkreise erwarten, dass die Finanzbeziehungen zwischen der Stadt und dem Landkreis Göttingen in absehbarer Zeit einvernehmlich gelöst werden – der 31. Mai könnte hierfür der Stichtag sein. Sollte das nicht gelingen, werden Northeim und Osterode am Harz alleine weiterverhandeln.
Der Landkreis Osterode am Harz hat angekündigt, auch mit dem Landkreis Goslar im Gespräch zu bleiben. Dabei soll eine Vergleichbarkeit mit den Fusionsgesprächen nach Süden hergestellt werden, indem die einzelnen Themen einer Landkreis-Hochzeit dort jetzt ebenfalls den obligatorischen Faktencheck unterlaufen müssen. Es ist aber allen Gesprächsteilnehmern klar gewesen, dass die Zwei­gleisigkeit der Verhandlungen irgendwann im laufenden Jahr ein Ende haben und Osterode sich nach dem erreichten Zwischenergebnis für eine Fusionskonstellation verbindlich entscheiden muss.
Die Northeimer haben herausgestellt, dass sie nicht vorrangig an der durch den Landkreis Osterode am Harz vermittelbaren Fusionsentschuldung interessiert sind, sondern die Zukunftsfähigkeit der gemeinsamen Region als maßgebliches Entscheidungskriterium ansehen. Osterode wird diesbezüglich beim Land belastbare Aussagen zur Bewilligung seiner Eigenentschuldung einfordern.
„Alle Beteiligten sind an einem transparenten Verfahren interessiert, das auf Fakten beruht und Vorteile einer Fusion nachvollziehbar darstellt. Keiner will eine Entscheidung aus dem Bauch heraus“, schließt Erster Kreisrat Gero Geißlreiter in Hinblick auf die teilweise emotionale Meinungsbildung im Landkreis Osterode am Harz.