Oxfam-Trailwalker geht in die zweite Runde

Klaus Becker (Bürgermeister Osterode), Paul Bendix (Geschäftsführer Oxfam Deutschland), Antje Welp (Leiterin Marketing) und Rüdiger Litzba (Moderator) freuen sich auf die zweite Auflage des Oxfam Trailwalkers. (Foto: Strache)

Erfolg des letzten Jahres soll getoppt werden / Optimistische Stimmung

„Das war der absolute Oberkracher.“ So beschreibt Katja vom Team „Flotte Waldfeen“ ihre Eindrücke vom ersten deutschen Oxfam Trailwalker. Im September vergangenen Jahres sind 400 „Extremwanderer“ für den guten Zweck in Osterode an den Start gegangen. Am ersten Septemberwochenende dieses Jahres geht der größte Spendenmarathon der Welt in die zweite Runde.

Von Maximilian Strache

Osterode. 234.000 Euro an Spendengeldern wurden bei der Erstauflage eingesammelt. 96 Teams, bestehend aus vier Wanderern und zwei Supportern, standen am Start. 90 davon erreichten nach 100 Kilometern in maximal 30 Stunden das Ziel. 350 freiwillige Helfer standen an den Checkpoints und im Start/Zielbereich bereit, um den reibungslosen Ablauf dieses Mega-Events zu gewährleisten. Paul Bendix, Geschäftsführer von Oxfam Deutschland, strahlt noch heute über das ganze Gesicht, wenn er vom Erfolg des ersten Spendenmarathons von Oxfam in Deutschland erzählt.
Das Medieninteresse bei der gestrigen Pressekonferenz im Ratssaal des Osteroder Verwaltungssitzes war demzufolge entsprechend groß, stellen doch 95 Prozent aller Teilnehmer der Veranstaltung in der Retrospektive Bestnoten aus. Für die zweite Auflage haben sich bereits 35 Teams angemeldet. Darunter auch einige „Wiederholungstäter“. Das erklärte Ziel von Oxfam Deutschland sind 200 Teams, wobei Antje Welp, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Oxfam, der anwesenden Presse verriet, dass es da einen Geschäftsführer gibt, der auf eine noch deutlich höhere Beteiligung spekuliert.
Den Organisatoren ist es gelungen, das konnte Paul Bendix zu Beginn der Veranstaltung verkünden, schon jetzt eine deutlich größere Anzahl an Sponsoren zu gewinnen als im Vorjahr. Ein Erfolg, den Bendix mit der simplen Weisheit: „Die erste Veranstaltung einer solchen Größenordnung ist immer schwer; bei der zweiten läuft das dann alles viel einfacher“, begründete.
Antje Welp betonte, dass es sich beim Oxfam-Trailwalker nicht um ein Zwei-Tage-Event handelt, sondern um eine Kampagne zur Armutsbekämpfung. „Schon während der Organisationsphase haben wir die Möglichkeit, für die Ziele von Oxfam zu werben und Menschen zu motivieren, sich für die Armutsbekämpfung stark zu machen.“ Zu diesem Zweck reist der Oxfam-Tross im Vorfeld des Spendenlaufs kreuz und quer durch die Republik und informiert die Bürger vor Ort. Am 28. März wird in diesem Zusammenhang in Clausthal-Zellerfeld eine Infoveranstaltung durchgeführt, und am 29. März folgt eine in Bad Grund.
Osterodes Bürgermeister Klaus Becker schilderte seine Impressionen vom ersten Oxfam Trailwalker in Deutschland gleich aus zwei Perspektiven. Zum einen aus der Perspektive des Verwaltungschefs der Stadt Osterode und zum anderen aus der Perspektive des Teilnehmers. Aus der Sicht des Bürgermeisters ist sich Becker sicher, dass die Veranstaltung nicht nur eine Bereicherung für die Stadt Osterode ist, sondern einen positiven Effekt auf die ganze Region hat.
„Durch den Oxfam Trailwalker konnten wir die Möglichkeit nutzen, die Stadt Osterode auf die nationale und internationale Bühne zu heben. Für eine kleine Stadt wie Osterode ist das eine riesige Chance, sich über die lokalen Grenzen hinaus einen Namen zu machen“, sagt das Stadtoberhaupt. Becker sieht im Oxfam Trailwalker Deutschland zudem die langfristige Chance, Werbung für die Stadt als Industriestandort zu machen. „Viele Arbeitnehmer treffen die Entscheidung für ihre Arbeitsplatzwahl vor allem anhand des Freizeitwertes, den eine Region zu bieten hat. Durch die positive Außenwirkung des Spendenlaufs wird es uns auf Dauer gelingen, zu zeigen, dass im Harz eine Menge geboten wird.“ Vor allem habe der Handel, die Gastronomie und die Hotelbranche von den vielen „Extremwanderern“ bisher sehr profitiert.
Aus der Perspektive des Teilnehmers schildert Becker den Oxfam Trailwalker als eine Grenzerfahrung der besonderen Art. „Die Leute sind begeistert gewesen, und spätestens seit September grassiert der Trailwalker-Virus.“
Dieses Jahr kann das Osteroder Stadtoberhaupt nicht an dem Grenzerfahrungs-Trip teilnehmen, da in der darauf folgenden Woche Wahlen sind. Er versprach jedoch, im Jahr 2012 wieder an den Start zu gehen.
Die 234.000 Euro an Spendengeldern wurden beispielsweise für Bildungsprojekte in der demokratischen Republik Kongo, Burundi, Benin und Pakistan verwendet. Das Team, das die meisten Spenden eingesammelt hatte, waren die „Hearts for Harz“, die insgesamt rund 7.000 Euro an Spenden eingeworben haben.
Die Anmeldungen für das größte Team- und Spendenerlebnis sind ab sofort möglich unter www.trailwalker.oxfam.de.