Polizei will Kradfahrer noch besser aufklären

Die Polizei wird auch in diesem Jahr während der Motorradsaison wieder eine erhöhte Präsenz zeigen.

Auftaktveranstaltung „Sicher durch den Harz“ wird am 5. Mai in Osterode durchgeführt

Von Maximilian Strache, Osterode

Die Polizeibeamten aus Osterode und Goslar sind stolz auf ihre Erfolge in puncto Verkehrssicherheit. In beiden Kreisen konnten die Ordnungshüter auf einen Rückgang der Unfälle mit schweren Folgen verweisen. Das zeigen die Verkehrsunfallstatistiken für das Jahr 2011. Einzig die Motorradfahrer bereiten den Experten der Polizei weiterhin Sorgen. An fast allen Unfällen mit Todesfolge oder sehr schweren Verletzungen sind Motorradfahrer beteiligt.
Um die Unfälle trotz einem Anstieg der Motorradfahrer so gering wie möglich zu halten sind die Polzeiinspektionen in den Harz-Ländern Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt schon vor einigen Jahren auf die Idee gekommen, eine Verkehrssicherheitsinitiative ins Leben zu rufen, die sich in der Hauptsache auf die motorisierten Zweiräder konzentriert. Im Jahr 2009 wurde die Initiative „Sicher durch den Harz“ geboren. Ziel dieser Aktion ist es, präventiv auf die Biker einzuwirken. Als repressive Kampagne möchten die Ordnungshüter die Aktion auf keinen Fall verstanden wissen.
Dieses Jahr wird die Auf­taktveranstaltung „Sicher durch den Harz“ in der Osteroder Innenstadt veranstaltet. Am Sonnabend, 5. Mai, wird die Polizei zusammen mit ihren Partnern von 11 bis 18 Uhr ein umfangreiches Programm präsentieren. Dieses Jahr wird die Aktion zudem in Kooperation mit dem Mobilitätswochenende „Osterode gibt Gas! – Motor - Mobilität und mehr“ durchgeführt. Die Schirmherrschaft für die Präventionsoffensive „Sicher durch den Harz“ hat in diesem Jahr der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann übernommen.
„Die Motorradfahrer sollen Spaß im Harz haben“, sagt Osterodes Kommissariatsleiter Hans-Werner Ingold, „wir wollen sie jedoch auf die Risiken aufmerksam machen und an ihre Einsicht appellieren. Mit schweren Unfällen und dem daraus resultierenden Leid ist niemandem geholfen.“ Eine Sichtweise, die auch Polizeioberkommissar Dieter Armbrecht teilt, der bei der Polizeiinspektion Northeim die Position des Verkehrssicherheitsberaters bekleidet. „Unser Ziel ist es, den Kradfahrern klar zu machen, dass wir nicht gegen sondern für sie sind. Natürlich müssen wir bei Unbelehrbaren auch mal zu drastischeren Mitteln greifen und mit Bußgeldern für Aufmerksamkeit sorgen“, so Armbrecht.
Die Kooperation mit dem Mobilitätswochenende „Oste­rode gibt Gas!“ begreifen die Polizeibeamten als große Chance. „Dieses Jahr haben wir die Möglichkeit Auto- und Motorradfahrer zusammenzubringen und somit für eine Verbesserung der gegenseitigen Rücksichtnahme zu werben“, sagt Dieter Arm­brecht. Viele Autofahrer hätten nämlich kein Verständnis für Kradfahrer. Deshalb sind die Beamten sehr froh, dass sie dieses Jahr die Möglichkeit haben, diese Differenzen mal offen anzusprechen und für gegenseitigen Respekt zu werben. Einer der Hauptgründe für schwere Unfälle hängt nämlich auch mit dem Verhalten der Autofahrer zusammen. „Motorradfahrer werden häufig übersehen. Das kann dann zu sehr schweren, und zum Teil auch tödlichen Unfällen führen“, sagt Ulrich Pflugfelder, zuständig für die Initiative bei der Polizei Osterode.
Die Aktion „Sicher durch den Harz“ endet natürlich nicht mit der Auftaktveranstaltung. Die Polizei will zusammen mit ihren Partnern über die ganze Saison hinweg im gesamten Harz Präsenz zeigen. So ist unter anderem auch wieder eine große Aktion am Hübichenstein bei Bad Grund geplant.