Polizeistation Bad Grund ist in der Gegenwart angekommen

Die symbolische Schlüsselübergabe vor der neuen Dienststelle. PK Jens Klügel, Polizeioberrat Hans-Werner Ingold, Dr. Oswald Sander, Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg, POK Wilhelm Spohr und PK Stephan Kemmling (von links).
 
Bei der offiziellen Feierstunde ließen sich neben Bürgermeister Manfred von Daak auch Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann und CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Schwinger sehen.

Hans Walter Rusteberg – Polizeidirektor – nimmt Schlüssel entgegen

Herzlich willkommen in der Gegenwart. Die Polizeistation Bad Grund präsentiert sich ab sofort in einem neuen Gewand und an anderer Stelle. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die neue Anlaufstelle der Polizei der Öffentlichkeit vorgestellt.

Von Maximilian Strache

Bad Grund. Bereits seit 2007 war die Polizei auf der Suche nach einem geeigneten Objekt in der Kurstadt. Die Räumlichkeiten in der Clausthaler Straße 38 waren nicht mehr zeitgemäß. Die alte Bad Grundner Dienststelle führte ein Schattendasein. Sie wirkte fast wie ein Verschlag in einem Hinterhof. Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg betonte im Rahmen der Feierstunde, dass dies nichts mehr mit einer bürgernahen Präsenz der Polizei zu tun hatte.
Nach recht zeitaufwändiger Suche stellte ein Osteroder Polizeibeamter den Kontakt zu Dr. Oswald Sander her. Sander, der über ein gutes Netzwerk in der Bergstadt und weit darüber hinaus verfügt, bot den Verantwortlichen ein ehemaliges Lederwarengeschäft in der Clausthaler Straße 2 an. Rusteberg und Hans-Werner Ingold, Leiter des Polizeikommissariats Osterode, nahmen die Räumlichkeiten in Augenschein und befanden, dass vor einer Anmietung durch die Polizei umfassende Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssten. Eine Herausforderung, der sich Sander und sein Team gerne stellten. In kürzester Zeit wurde das ehemalige Ledergeschäft umgebaut.
Rusteberg, Ingold und vor allem die Kollegen vor Ort bezeichnen den Umbau als sehr gelungen.
„Die neue Dienststelle ist optimal auf die Aufgaben der Polizei zugeschnitten. Die neu geschaffene Infrastruktur ermöglicht es, unsere Aufgaben ordnungsgemäß zu erfüllen“, so Rusteberg.
Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann wies in seiner Rede auf die Bedeutung des Umzuges hin: „Der Umzug war ein lang ersehnter Wunsch, der nun endlich in Erfüllung geht. Doch es handelt sich eben nicht nur um einen Umzug von A nach B. Es handelt sich vielmehr um eine deutliche Aufwertung der Polizeistation Bad Grund.“ Rusteberg fügte hinzu, dass somit in Bad Grund, „eine kleine, aber feine Dienststelle“ entstanden ist.
Dr. Oswald Sander hob hervor, dass seine Bemühungen vor allem aus der Tatsache resultieren, dass die Polizeibeamten vor Ort schon viele Jahre hervorragende Arbeit geleistet hätten. „Endlich konnten wir der Polizei etwas zurückgeben, nachdem wir jahrelang nur genommen haben. Ich hoffe, dass wir mit dem Umbau einen Beitrag zur guten Polizeiarbeit leisten konnten“, so Dr. Sander. Darüber hinaus sei eine ortsansässige Polizei wichtig für die Infrastruktur des Kurortes.
Die Geschichte der Polizei in der Bergstadt Bad Grund kann im Übrigen auf eine recht lange Historie zurückblicken. Am 1. Juli 1899 kam der erste Polizist in den Ort. Ein königlicher Fußgendarm wurde von Uslar in den Harz zur Kurverstärkung versetzt. Mitte der 1950er Jahre wurde die erste Polizeistation in Bad Grund eröffnet. Damals noch am Markt und unter dem Dach der Clausthaler Polizei. Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurde sie in den Zuständigkeitsbereich der Polizei Osterode gestellt, die heute zur Polizeiinspektion Northeim gehört. Im Jahr 1994 erfolgte der Umzug in die Clausthaler Straße 38. Und nun, rund 16 Jahre später, bekommt die Polizeistation Bad Grund endlich die Räumlichkeiten, die ihr zustehen.
Die Polizeistation bad Grund hat im Jahr 2009 insgesamt 234 und im Jahr 2010 bereits 206 Ermittlungsverfahren bearbeitet. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei überdurchschnittlichen 62,39 Prozent. Für den Dienstbetrieb stehen den Bürgern als Leiter Polizeioberkommissar Wilhelm Spohr und Polizeikommissar Stephan Kemmling zur Verfügung, der zurzeit Polizeikommissar Jens Klügel vertritt.