Sanierung am Rösteberg verschoben

Die Straßensanierung Am Rösteberg wurde auf 2017 verschoben.

Bad Grundner Ortsrat besprach Haushalt 2015 / Diskussion um Baumfällungen und Schuleinzugsbereiche

Da viele Bäume in der Ortschaft Bad Grund marode waren und auch eine Gefährdung für Anwohner und Straßenverkehr darstellten, seien vor Kurzem rund 35 Bäume gefällt worden. Das berichtete Ortsbürgermeister Manfred von Daak in der jüngsten Sitzung des Ortsrates. Unter anderem betraf dies acht Ahornbäume am Hübichplatz und am Lukashof, 26 Ahornbäume in der Ostpreußenstraße und zwei Trauerweiden am Rösteberg. Jürgen Knackstädt (FWG) sagte dazu, dass für ihn nicht nachvollziehbar sei, dass zu einem gewissen Zeitpunkt alle Bäume gleichzeitig krank seien, wie etwa in der Ostpreußenstraße.

Zudem stellte er die Frage in den Raum, ob man nicht verpflichtet sei, für jeden gefällten einen neuen Baum anpflanzen müsse. Eine solche Regelung gebe es nicht, erwiderte Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann. Außerdem sei der Zustand der Bäume und eine damit einhergehende Gefährdung von Fachleuten der Verwaltung überprüft worden. Dabei wies er noch darauf hin, dass Anfang nächsten Jahres sieben Kastanien und zwei Eschen am oberen Ende des Hübichweges gefällt werden sollen.
Zu einer weiteren Diskussion führte auch der Erlass der Satzung über die Schuleinzugsbereiche. Die Satzung spiegele den Ist-Zustand wider, sei jedoch im Zuge der Schulschließung zum Schuljahr 2016/2017 nötig, um zu verhindern, dass Eltern vorrausschauend ihre Kinder andernorts anmelden, betonte Dietzmann. Eine solche Satzung sei für die Schulträger ein normaler Prozess. „Ohne diese Satzung kann es gut sein, dass die Grundschule schon vor der Schließung leer steht“, so Uwe Sommermeyer (SPD). „Soweit ich weiß, haben wir doch eine freie Schulwahl. Dass das den Eltern jetzt vorgeschrieben wird, ist nicht in Ordnung“, sagte Jürgen Knackstädt, der sich dann auch als einziger gegen die Satzung entschied.
Einstimmig nahm der Ortsrat den Haushaltsplan 2015 zur Kenntnis. Was den investiven Teil für die Ortschaft Bad Grund angeht, sind darin 10.000 Euro im Feuerwehrhaushalt eingeplant. Des Weiteren berichtete Dietzmann, dass man die geplante Sanierung der Straße Am Rösteberg von 2016 auf 2017 verschoben habe, da man diese Maßnahme den Anliegern ohne Fördermittel nicht zumuten könne. Zu dem vor Kurzem im Eisdorfer Ortsrat angesprochenen Thema der Straßenbeleuchtung teilte Harald Dietzmann mit, dass jede Stunde, die die Beleuchtung länger an sei, Kosten in Höhe von rund 14.000 Euro verursache. Aufs Jahr gerechnet ergebe sich durch die Reduzierung eine Ersparnis von rund 70.000 Euro.
Im weiteren Verlauf teilte Manfred von Daak den Ortsratsmitgliedern mit, dass der Schulförderverein der Grundschule beschlossen hat, eine Eingabe an das Kultusministerium auf Erhalt der Schule zu richten, die im Wesentlichen mit der mangelnden Transparenz des Verfahrens und der Nichtberücksichtigung der außerschulischen Lernorte begründet werden soll.