Schlechtes Jahresergebnis für 2013

Betriebsausschuss nahm die Jahresbilanz der Ver- und Entsorgungsbetriebe der Gemeinde Bad Grund zur Kenntnis

Auf der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses genehmigten die Mitglieder einstimmig die Jahresabschlussbilanz 2013 der Ver- und Entsorgungsbetriebe, die ein schlechtes Ergebnis ausweist. Der Jahresabschluss im Bereich Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung wurde durch einen Wirtschaftsprüfer und vom kommunalen Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Osterode geprüft.
Beanstandungen wurden nicht festgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Jahr 2013 einen Fehlbetrag von insgesamt 91.423,15 Euro aus. Von diesem Betrag entfällt auf den Betriebszweig Wasserversorgung ein Verlust von Minus 85.992,40 Euro und auf den Betriebszweig Abwasserbeseitigung Minus 5.430,75 Euro. Die Bilanzsumme beträgt auf der Aktiv- und der Passivseite 18.125.316 Euro.
Der Fachbereichsleiter der Ver- und Entsorgungsbetriebe Uwe Schiller berichtete über die turnusmäßigen Untersuchungen der Trinkwasserqualität vom Juni dieses Jahres, die keine Auffälligkeiten zeigten. Roh- und Reinwasser des Magdeburger Stollens und des Hochbehälters Eisdorf sowie das Rohwasser im Tiefbrunnen Badenhausen, ebenso wie das Wasser der Ortsnetze entspräche der Trinkwasserverordnung. Lediglich im Rohwasser der Notversorgungsanlage „Tiefbrunnen Willensen" seien Coliforme Bakterien über dem Grenzwert nachgewiesen worden.
Des Weiteren berichtete Uwe Schiller, dass wiederholt Mitarbeiter des Bauhofes mit berechtigter, aber oft auch unberechtigter Kritik über zu hohes Gras oder nicht ausreichend gepflegte Flächen von Seiten der Bevölkerung und der Politik verbal angegangen würden. Der Ausschussvorsitzende Peter Kalla (SPD) betonte bei der Gelegenheit, dass die Mitarbeiter dafür nicht der rechte Ansprechpartner seien und dass sich die Bürger mit Beanstandungen oder sonstigen Anliegen an die Betriebsleitung in der Verwaltung wenden sollten.
Abschließend informierte der Fachbereichsleiter für Finanzen Volker Höfert die Ausschussmitglieder darüber, dass es sehr wahrscheinlich eine deutliche Erhöhung der Wasserentnahmegebühr geben wird. Diese soll von rund 5 Cent auf 7,5 Cent pro Kubikmeter steigen, wenn der niedersächsische Landtag der Beschlussvorlage zustimme.
Laut dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz werde diese Abgabe vorrangig für Maßnahmen des Grundwasserschutzes, insbesondere für das niedersächsische Kooperationsmodell „Trink­was­serschutz“ zur Verringerung der Nitratbelastung, sowie für auf Gewässer bezogene Natur­schutzprogramme verwendet. Da die Gemeinde Bad Grund dazu verpflichtet ist, pro geförderten Kubikmeter Trinkwasser diese Gebühr zu entrichten, würde sich diese um 12.000 Euro auf insgesamt 38.000 Euro im Jahr erhöhen, was indirekt auch wieder der Bürger zu tragen habe. „Auch wenn dies ökologisch sinnvoll ist, gehen wieder Folgen für die Bürger damit einher“, so Höfert.