Seltener Besuch auf einem Bad Grundner Dachboden

Vor etwa drei Wochen hatte der Grundner Fritz Meinecke einen Baumschläfer als Beifang in seiner Mäusefalle auf dem Dachboden. Vor wenigen Tagen war es ein verwandter Gartenschläfer.

Rentner Fritz Meinecke findet innerhalb weniger Wochen einen Baum- und einen Gartenschläfer in einer Mausefalle

Seltenen Besuch erhielt vor rund drei Wochen der Bad Grundner Fritz Meinecke auf seinem Dachboden. Der Rentner, der am unteren Rand der Bergstadt am Waldrand lebt, hat schon seit jeher Probleme mit Mäusen auf dem Dachboden.

Zu diesem Zweck hat Meinecke dort einige Fallen postiert, um die unerwünschten Schädlinge einzufangen.
Nun fand Fritz Meinecke jedoch gleich zwei Mal keine Mäuse, sondern in unserer Region eher selten verbreitete Tiere in seiner Falle. Vor drei Wochen war es ein sogenannter Baumschläfer, der sich in die Mäusefalle verirrt hatte. Vor wenigen Tagen, am 26. August, war es ein Gartenschläfer, der sich eigentlich nur optisch vom erstgefangenen Tier unterscheidet, dem Meinecke bei der Kontrolle der Falle in die Augen blickte.
„Grundsätzlich“, erklärt der Grundner Meinecke, „sind Baum- oder Gartenschläfer, die beide zur Familie der Bilche gehören, nicht gefährlich. Die machen nur jede Menge Dreck, wenn man nicht aufpasst.“ Mit Dreck meint der Rentner den Kot der Tiere, der, ist er einmal hart geworden, dem Baumaterial Teer in seinen Eigenschaften sehr ähnelt. „Wenn man die Hinterlassenschaften von einem Garten- oder Baumschläfer auf Tischen oder Stühlen hat, ist es sehr schwer diese wieder zu entfernen“, so Meinecke im Gespräch mit dem „Beobachter“.
Die Tiere bleiben nämlich, einmal ins Haus gekommen, nicht auf dem Dachboden oder Keller, sondern toben durch den gesamten Wohnungsbereich. „Die Tiere bevorzugen natürlich Ecken, wo sich keine Menschen aufhalten, dennoch kann es passieren, dass die Eindringlinge durchs Wohnzimmer laufen“, schildert Meinecke.
Die beiden Tiere, also den Garten- sowie den Baumschläfer, hat der Rentner in der Folge in die Eisdorfer Feldmark gebracht, wo er sie lebend aussetzte. „Bei dem Aussetzen der Tiere muss eine gewisse Distanz zwischen der bisherigen und neuen Heimat geschaffen werden, sonst kommen die schnell wieder zurück“, sagt Fritz Meinecke.
Beim Aussetzten hat der Bad Grundner natürlich auch darauf geachtet, entsprechenden Abstand zu den Wohnsiedlungen der Ortschaften Eisdorf und Willensen zu wahren.
Einen Vorwurf, die unter Naturschutz stehenden Tiere gefangen zu haben, will sich der Rentner nicht gefallen lassen: „Beide Tiere waren Beifang. Ich habe die Fallen auf meinem Dachboden mit der Absicht aufgestellt, dort die Mäuse wegzufangen. Wenn sich in eine solche Falle ein anderes Tier verirrt, kann ich daran nichts ändern.“