SG-Rat erteilt Dirtbike-Strecke eine Abfuhr

Zwischen Badenhausen und Teichhütte bleibt alles wie es ist. Die Schadstoffbelastung auf dem Gelände ist zu hoch. Der Rat lehnte den Antrag des RTC-Northeim ab.

Fläche zu stark mit Schadstoffen belastet / Bau eines Übungsplatzes birgt zu viele unkalkulierbare Risiken

Etwa 20 Mitglieder und Freunde des RTC Northeim hatten sich zur Samtgemeinderatssitzung in Windhausen eingefunden. Sie wollten aus erster Hand erfahren, wie der Samtgemeinderat über ihren Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes entscheidet. Die angestrebte Änderung sollte es erlauben, zwischen Teichhütte und Badenhausen eine Mountainbike / Dirtbike-Trainingsstrecke betreiben zu dürfen.

In der Einwohnerfragestunde begründeten die Vertreter des RTC Northeim, insbesondere Frank Kotzian, Badenhausen, den Antrag. Er führte aus, dass die Gemeinde Badenhausen den Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes abgelehnt habe, so dass die Änderung des Flächennutzungsplanes von dort erst gar nicht weiter verfolgt worden sei. Kotzian sprach von unverständlichen Entscheidungen. Für die Jugend in der Samtgemeinde und deren Umgebung wolle der RTC Northeim einen sportlichen Treffpunkt schaffen. Ihm sei bekannt, dass zahlreiche Jugendliche aus Badenhausen, Eisdorf und Gittelde diesen Wunsch hätten. Hinweise darauf, dass es Bodenbelastungen auf dem Gelände gebe, wies er zurück. Gutachten hätten bewiesen, dass durch Bodenabdeckungen Gefahren für die Nutzer nicht zu erwarten sind.
Dieser Feststellung entgegnete Peter Kalla (SPD), Vorsitzender des Badenhäuser Bauausschusses, damit, dass in den 1960er und 1970er Jahren auf dem Gelände eine größere Schadstoff-Deponie betrieben wurde. Sondermüll, wie zum Beispiel Bohrschlämme der Firma Kamax, Formersand, Leimrückstände, Spanplatten, Straßenaufbrüche aus Teer und undefinierbare Fässer seien dort abgelagert worden. Einige Schadstoffe, so zum Beispiel Bohrschlämme, seien vom Landkreis Osterode kostenaufwändig entsorgt worden, warf ein Badenhäuser in die Debatte ein und unterstrich damit nochmal die Gefahr, die von den verschiedenen Schadstoffen ausgehen kann.
Der Samtgemeindeausschuss, so SG-Bürgermeister Harald Dietzmann, habe sich eingehend dem Thema mithilfe vorliegender Gutachten gewidmet, und dem Rat die Empfehlung gegeben, wegen der vorhandenen Bodenbelastungen zum Schutze der Nutzer des Geländes, keine Änderung des Flächennutzungsplanes vorzunehmen. Der Samtgemeinderat folgte mehrheitlich dieser Beschlussempfehlung. Angenommen wurde der Vorschlag, Ausschau nach einer anderen Fläche zu halten, um nicht als „Jugendfeindlich“ oder „Sportfeindlich“ zu gelten.