Siedler üben Kritik an Straßenbaumaßnahme

Martha und Waldemar Alke erhalten die Goldene Ehrennadel aus den Händen von Helge Güttler, der in seiner Funktion als Vorsitzender der Kreisgruppe der Versammlung beiwohnte.

Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Taubenborn bietet Rahmen für Lob, Kritik und Ehrungen

Die im Herbst vergangenen Jahres weitergeführte und bis heute noch nicht restlos abgeschlossene Straßenbaumaßnahme in der Schlesier Straße war während der Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Anlass für Anerkennung und Kritik. Bürgermeister Manfred von Daak berichtete in seinen Grußworten, dass die Baumaßnahmen trotz aller Skepsis noch bis zum Wintereinbruch durchgeführt wurden und die Restarbeiten gleich im Frühjahr vorgenommen werden, so dass der Jubiläumsfeier, die vom 18. bis 20. Mai stattfindet, nichts mehr im Wege steht.
Lutz Platen hingegen machte im seinem Jahresbericht deutlich, mit welch stetig wechselnden Behinderungen die Sperrungen und Umleitungen während der Bauarbeiten von den Anliegern hingenommen werden mussten. Auch die Anlieger nutzten die Aussprache am Schluss der Versammlung, ihre Kritik über die Ausführung beziehungsweise Ausgestaltung der Straße, der Abzweigungen und der Nebenräume wie Blumenbeete und Bordsteine anzubringen.
Bürgermeister von Daak würdigte in seinen Grußworten überdies die aktiven Mitglieder, die mit viel Fleiß und engagiertem Ehrenamt hier für eine funktionierende Gemeinschaft sorgen. Stadtdirektor Dietzmann appellierte, sich gedanklich der Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde zu stellen, die aus Kosten- und demografischen Gründen erforderlich wurde. Die bestehenden Verträge zwischen Bergstadt und Bad Grundner Institutionen und Vereinen bestehen weiter und werden fortgesetzt.
Eine Erhöhung der Grundsteuer von 350 auf 380 Punkte, die mit der Umwandlung vorgenommen wird, hätte auch ohne Umwandlung vorgenommen werden müssen. Dietzmann wies noch darauf hin, dass mit der Weiterführung des Straßenausbaus in der Straße Am Rösteberg erst 2015/16 zu rechnen sei.
Die Grüße vom Partnerverein Siedlergemeinschaft Grüne Tanne überbrachte Vorsitzender Winfried Kippenberg und von der Kreisgruppe Harz Helge Güttler, zugleich als stellv. Vorsitzender des Landesverbandes. Güttler machte deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die Siedlergemeinschaften aufgrund ihrer Gemeinnützigkeit in Zukunft zu rechnen haben, aber auch die anerkannte Stärke, die die Siedlergemeinschaften inzwischen gegenüber den politischen Einrichtungen erreicht haben.
Die Ehrung der langjährigen Mitglieder übernahm der Vorsitzende der Kreisgruppe, Helge Güttler, weil der Vorsitzende selbst mit seiner Frau zu den Jubilaren zählte. Die Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Achim Jahn, Monika und Lutz Platen. Jürgen Kuhn wird sie nachträglich überreicht. Für 50jährige Mitgliedschaft konnten Martha und Waldemar Alke die Nadel entgegen nehmen. Elli und Günther Schroppe werden sie nachträglich überreicht.
In seinem Jahresbericht konnte Vorsitzender Lutz Platen vermelden, dass der Verein 151 aktive und 25 fördernde Mitglieder hat. Ehrend gedachten die Mitglieder jedoch zu Beginn der Versammlung der 1912 verstorbenen Mitglieder Ludwig Bügling, Ursula Jahn und dem Siedlerfreund aus Windhausen, Horst Sablotny.
Die Mitglieder bat er, bei den Mitgliedszahlungen Rücklastschriften zu vermeiden. Von der Harzenergie erhält die Siedlergemeinschaft je Mitglied und Verbrauch einen Bonus, der sich im vergangenen Jahr auf ca. 900 Euro belief. Die Mitglieder bat er, auf diesen Rahmenvertrag mit der Siedlergemeinschaft bei der Abrechnung mit der HarzEnergie zu achten, da die Siedlergemeinschaft nur mit Hilfe dieses Bonus ihre Leistungen erbringen kann. So konnten auch Geräte angeschafft, unterhalten und gepflegt werden. Die Geräte sind alle von Mitgliedern gut benutzt worden.
Zu den Leistungen des Vereins gehören weiter die Anlagenpflege am Taubenborner Teich durch Knut Heitkamp, die Pflege der „Glückauf-Hütte“, die Beteiligung am Osterfeuer und am Johannisfest. Außerdem finden im Frühjahr und Herbst Knobelturniere statt. Am Zeltlager des Landesverbandes haben im vergangenen Jahr zwei Jugendliche teilgenommen. Während der Fußball-Europameisterschaft bewies sich die bestens funktionierende Gemeinschaft der Taubenborner, die die Spiele gemeinsam im Zelt vor großer Leinwand verfolgten. Für Steuererklärungen, Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten bot Lutz Platen seine Hilfe an. Formulare kann man durch ihn erhalten.
Beim Bauabschnitt Schlesier Straße sei er erstaunt gewesen, dass trotz des späten Ausbaubeginns die Straße so weit fertig wurde, drückte aber seine Enttäuschung aus, dass die Anwohner vorher nicht mit einbezogen wurden. So hätte mancher Mangel vermieden werden können.
Den Kassenbericht gab Gaby Knopp, der Kassenprüfer Horst Teichner eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte und daraufhin auch die Entlastung der Kassenführerin und des gesamten Vorstandes beantragte, dem die Mitglieder einstimmig folgten.
Zur Wahl standen nur ein Kassenprüfer und die Delegierten für die JHV der Kreisgruppe Harz an. Kassenprüferin bleibt Sabine Grupe, neu gewählt wurden Bodo Probst, als Ersatzmann Thomas Fricke und als Delegierte Frank Leditschke, Martha Alke, Thomas Schenker, Elvira Probst. Ersatzdelegierte sind Lutz Platen und Christine Horenburg.
Zum Schluss der harmonischen Jahreshauptversammlung wies Lutz Platen noch einmal hin auf die Einladung zum Bergdankfest am 27. Januar, auf das Frühjahrsknobeln am 2. März und besonders auf das Doppeljubiläum der Siedlung Taubenborn (60 Jahre) und dem Musikzug Taubenborn (45 Jahre), das vom 18. bis 20. Mai (Pfingsten) gefeiert wird.