Silberstreif am Horizont

unter dem Titel „Silbersteif am Horizont“ herausgegeben. (Foto: Bordfeld)

Eisdorferin Sabine Armbrecht hat eine Märchensammlung veröffentlicht

Sabine Armbrecht, die vor 53 Jahren das Licht der Welt in Eisdorf erblickte und nach einem beruflichen Ausflug nach Göttingen sowie Lübeck wieder zurückgekehrt ist, um in ihrem Elternhaus eine eigene Arztpraxis zu eröffnen, ist so „nebenbei“ auch zur Märchenbuchautorin geworden.

Denn auf Wunsch vieler Freunde suchte sie 16 ihrer Kurzgeschichten aus, welche mit „Es war einmal“ beginnen, um diese per Internet an den Frieling-Verlag nach Berlin zu schicken. Daraus entstanden sind 96 Seiten, die zu einem „Silberstreif am Horizont“ gebunden wurden.
Denn schneller, als sie es in ihren kühnsten Träumen für möglich gehalten hatte, bekam sie Emailpost von dem Verlag zurück, in welcher unter anderem geschrieben stand, dass die kurzen Märchen der Eisdorferin die Schönheit der Natur lyrisch beschreiben sowie wahre Tiefe und bildstarke Erzählkunst aufweisen. „Die Autorin überzeugt durch philologisches Geschick, stilistischen Variationen und inhaltlicher Tiefe“. Anders ausgedrückt: die Märchen und die eigens dafür von Severin Klisch gefertigten Bilder, laden insbesondere Erwachsene, die das Kind in sich bewahrt haben, zu einem traumhaften Ausflug in die Welt der Märchen ein.
Sie bringt übrigens bereits seit schon rund 15 Jahren Erzählungen zu Papier, in denen der Alltag mit den Augen der Poetin gesehen wird. Mit einfühlsamer Feder „malte“ sie jede einzelne Geschichte mit lebensbejahenden Worten aus. Und sie hielt nicht „nur“ in dem Märchen um den „Spiegel der Wahrheit“ sich und dem Leser dieses Objekt vors Gesicht, sondern im Prinzip in jeder Geschichte. Dabei ist es gleich, ob es der an der Schönheit des Lebens zweifelnde Schlossherr, der sehnsüchtige Baum, die an Selbstüberschätzung leidenden Käfer, die Jahreszeiten, das Reh, welches nicht gerade erfreulicher Weise einer Fee begegnet, der Lichtstrahl, die kleine Katze mit viel Größe, die Seifenblase, die Licht in die Welt bringt, eine Schneekönigin, die Mutter wurde, sehnsüchtige Nebelschwaden, die fünf, den Weihnachtswald suchenden Tannenzapfen oder der Sonnenstrahl sind, bei näherem Hinschauen kann sich jeder darin wiederfinden.
Immer wieder gab sie die eine oder andere märchenhafte Kurzgeschichte zum Lesen weg, oder las sie ganz spontan vor. Dabei erfuhr sie stets viele Worte der Begeisterung, weil sie mit ihren stilistischen Variationen und der inhaltlichen Tiefe immer wieder möglich machte, den Silberstreif am Horizont zu erkennen. Sie machte übrigens immer wieder sehr deutlich, dass Gott nicht „nur“ für die Menschen da ist, sondern auch für die Tiere. Die erschuf er schließlich schon vor Adam und Eva.
Als nun der Verlag die 16 Geschichten unter dem Titel „Silberstreif am Horizont“ herausgeben wollte, fehlte noch das gewisse Pünktchen auf dem i - die Illustrationen. Unter Absprache mit Sabine Armbrecht fertigte Severin Klisch märchenhafte Illustrationen an. Und jedes einzelne Bild lädt, ebenso wie jedes Märchen – zum Träumen, aber auch zum Nachdenken ein.
Wer neugierig geworden ist, sollte sich merken, dass 1000 Bücher unter besagtem Titel erschienen und in allen Buchhandlungen käuflich zu erwerben sind (ISBN: 978-3-8280-3204-0).