Spektakuläre Walpurgis-Aufführung

Wilderer Zacharias wurde gefasst und verrät seinen Auftraggeber an den Jagdvogt.

„Der Wilddieb vom Violenberg“gefällt nicht alle wegen des Wortwitzes

Mit einer spektakulären Aufführung begeisterte die Walpurgisspielgemeinschaft am Hübichenstein viele Hundert Besucher.

Denn „Der Wilddieb vom Violenberg“ nach der Geschichte von Manfred von Daak gefiel nicht allein durch die amüsante Geschichte, den Wortwitz, die prima agierenden Laienschauspieler und natürlich die Hexentänze der „Sweet Harz“, sondern dieses Mal war umfangreiche Pyrotechnik eingebaut und es gab tatsächlich mit Christiane Lehmberg eine „echte“ Hexe, die auf ihrem Besen einen Feuerschweif hinter sich her ziehend über die Köpfe der Zuschauer hinweg flog, dank der Unterstützung des Skyrope Hochseilparks in Bad Harzburg.
Die Geschichte hingegen gestaltete sich etwas anders als die in den letzten Jahren. Stand sonst eigentlich immer ein Liebespaar im Mittelpunkt, ging es hier um einen Wilderer und vor allem dessen Auftraggeber, den Köhler Franz (Herbert Edert). Der wird beim Einsammeln der Beute vom Jagdvogt (Andreas Lehmberg) der Herzogin Elisabeth erwischt, doch beim Abführen geraten die beiden in die Feier von Teufel und Hexenbrut.
Da war es vor allem Edert, der immer wieder ein paar Sprüche einstreute, die nicht im Drehbuch standen, aber für viel Gelächter sorgten. Das wilde Spiel ergänzte tolle Pyroeffekte sowie diverse Leuchtfeuer und Raketen. Teilweise war der gesamte Kessel vor dem Hübichenstein nahezu taghell erleuchtet.
Letztlich aber nahm alles ein gutes Ende, nicht zuletzt dank der Hilfe des König Hübich, der auch einmal ein Herz für Burschen wie den Köhler Franz zeigte, die ein wenig vom rechten Weg abgekommen sind.
Die Hexenbrut konnte nebst dem ungewöhnlich wild wütenden Urian (Holger Diener) vom beschaulichen Violenberg vertrieben werden. Und als die Maienkönigin (Verena Lenz) endlich die ersehnte Ankunft des Wonnemonats verkündete und damit das Ende des Hexentreibens, war rund um den Hübichenstein aber noch lange nicht Schluss.
Da das Wetter mitspielte erfreute sich die „Höllenparty“ mit DJ Patrik noch stundenlangen Zuspruchs.