Stimmungsvoller Kulturabend im Museum

Richtig gut besucht war der Kulturabend im Knesebeckschacht in Bad Grund. (Foto: Bordfeld)
 
Der Chor der Berg- und Hüttenschule Clausthal wusste zu überzeugen. (Foto: Bordfeld)

Bergwerksmuseum Knesebeckschacht ist wieder Anlaufpunkt für zahlreiche Besucher

Die ehemalige Kompressorenhalle auf dem Bergbaumuseum „Schachtanlage Knesebeck“ verwandelte sich bereits zum 16. Mal in ein Kulturzentrum, welches so gut gefüllt war, dass Volker Sturm, der 1. Vorsitzende des Fördervereins Bergbau und Heimatmuseum Bad Grund, bei seiner herzlichen, von Freude getragenen Begrüßung bekundete. „Mehr kriegen wir gar nicht unter“.

Seine besondere Freude galt auch der Besuch einer Abordnung des befreundeten Bergbauvereins „Glück auf“ aus Legende, die von allen stürmisch und herzlich begrüßt wurde. Denn in einem Punkt waren sich alle einig: „Wenn Lengede kommt, ist das immer toll“. Er selbst, so Sturm, müsse immer noch an das Jahr 1972 denken, wo er sechs Wochen in dieser Unglücksgrube gearbeitet und mit einem der Überlebenden gesprochen hat.
Er dankte dem Männergesangverein Badenhausen unter Leitung von Svetlana Gaucks sowie dem Chor der Berg- und Hüttenschule Clausthal unter Leitung von Martin Ksink und Dr. Klaus Buschau – alias Geschichtsschreiber August Ey –, dafür, dass sie diesen Abend kulturell kräftig unterstreichen wollten.
Bevor aber den beiden Chören die ganze Aufmerksamkeit gehörte, zog diese erst einmal der 1. Vorsitzende des Knappenvereins Bad Grund, Gerd Hintze, auf sich. Denn er begrüßte nicht bloß ebenso alle Gäste, unter ihnen übrigens auch Bürgermeister Harald Dietzmann und Ortsbürgermeister Manfred von Daak, sondern sprach Volker Sturm ein großes Dankeschön für dessen immerwährendes Engagement aus und überreichte ihm einen Kupferstich, auf dem der Knesebeckschacht zu sehen ist.
Dann ließen die Sänger beider Chöre bei dem Begrüßungslied alle zusammen ihre Stimmen erklingen, was ihnen herzhaften Applaus einbrachte. Nicht minder groß war das Brot des Künstlers, als sie nicht mit – sondern nacheinander schöne Liedbeiträge präsentierten. Der MGV Badenhausen hatte ein buntes Liedprogramm mitgebracht, wozu auch ein echter Schubertchor „Im Abendrot“ sowie Weihnachtslieder gehörten, bei denen nicht bloß gelauscht, sondern mitgesungen werden durfte. Doch konnten sie sich erst zurückziehen, nachdem sie die mit Sprechchören geforderte „Küss mich, lieb mich“ aus dem „Nussknacker“ und den „Bajazzo“ erklingen ließen. Die Clausthaler Jungs des Chores, der vor 40 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, wussten mit ihren Liedern ebenso zu faszinieren.
Ganz besonders wurden aber die Ohren gespitzt, als August Ey auf Harzer und Grundner Begebenheiten zu sprechen kam. Dafür hatte er viele Texte von Christian Morgenstern und auch Daten über das Hotel „Der alte Römer“ mitgebracht. Die literarischen Manuskripte, welches sich als Kindergeschichten entpuppt hatten, überreichte er dann Regina Keinert.
Mit viel körperlicher und sinnlicher Bewegung klang der Abend mit dem von allen angestimmten Steigerlied aus. Denn auch keiner der Gäste ließ es sich nehmen, sich zu erheben und mitzusingen.
Übrigens brauchte niemand während des von Kultur getragenen Abends hungern oder dursten. Der Förderverein hatte für einen leckeren Imbiss sowie für kühle und warme Getränken gesorgt. Ein paar Stunden, die die Tür zur Vorweihnachtszeit öffneten.