Strahlende Gesichter beim Indian-Summer-Lauf

 

Nordic-Walking-Event lockt 200 Sportbegeisterte nach Bad Grund / Tour durch den Schacht Knesebeck

Zum Nordic Walking „Indian Summer“ hatten die Niedersächsischen Landesforsten am Wochenende wieder nach Bad Grund gebeten. Knapp 200 Sportler aus der gesamten Region waren dem Aufruf gefolgt und machten sich, angeführt von insgesamt neun lizensierten Nordic Walking-Trainern, über den Iberg, durch den WeltWald und sogar in den Schacht Knesebeck.

„Nordic Walking unter Tage dürfte wohl ein einmaliges Erlebnis in Deutschland sein“, mutmaßt denn auch Wolfram Marx, der nicht nur als Trainer diverse Touren begleitete, sondern auch für den Mitveranstalter Seesener Beobachter, die Federführung hatte. Einen „reibungslosen Ablauf“, attestierte auch Revierförster Dietmar Mann, „alles lief routiniert ab“, nicht zuletzt auch dank der Unterstützung von der Volksbank im Harz und dem Sanitätshaus Sturm. Da auch das Wetter endlich wieder einmal perfekt passte, gab es aller sportlichen Anstrengung zum Trotz überall nur Freude strahlende Gesichter und positive Resonanz.
Bereits zum „fünften oder sechsten Mal bin ich dabei“, sagt Joachim Jünemann, der regelmäßig zu der Veranstaltung aus Willensen nach Bad Grund kommt, und jedes Mal auch die Tour durch das Bergwerk bucht, weil „es immer wieder sehr interessant ist.“ Volker Sturm vom Förderverein des Bergwerksmuseums führte die Nordic Walker eine kleine Runde durch den Berg und versah sie vor allem mit vielen Informationen, die Lust auf einen späteren ausgiebigen Besuch des Museums machten. „Es ist eben immer auch ein wenig was Neues dabei“, so Sonja Bierwirth, die ebenfalls nicht zum ersten Mal unter Tage durch das Welterbe walkte. Ansonsten lockte sie genauso wie viele andere „die Natur. Der Indian Summer ist hier einfach herrlich“, meint Bierwirth, die aus Rhüden in die Bergstadt reiste.
Aber auch Mitstreiter, die erstmals eine der Touren rund um die Bergstadt mitmachten, zeigten sich begeistert. „Wir wandern sonst“, sagt Bernd Strogies aus Katlenburg, und da „auch schon mal am Iberg“, wie Gattin Rosemarie sagt. Doch dem WeltWald hatten sie noch keinen Besuch abgestattet, waren aber von der Anlage und der Pflanzenvielfalt begeistert. „Eine echte Schande, dass wir noch nie hier waren“, gesteht Strogies diesbezüglich, und Rosemarie verspricht: „Wir werden alles noch einmal abgehen.“ Neben Einzel- und Familienstartern sind auch verschiedenste Gruppen wieder am Start gewesen. „Ich bin regelmäßig hier, weil es einfach super schön ist“, sagt Kirsten Del Ciancio, die mit dem FC Lindau vor Ort ist. Auch vom MTV Bornhausen waren in jedem Lauf Mitglieder der Nordic Walking Gruppe dabei. „25 Walkerinnen und ein Walker“ zählt MTV-Trainerin Margarete Hoppe in ihrer Gruppe, von denen ein großer Teil an einer der angebotenen Touren teilnimmt. „Die sportliche Strecke ist auch recht sportlich, die anderen sind eigentlich für jedermann zu schaffen“, konstatiert die routinierte Trainerin. Regelmäßig an den Start geht auch ein Team der Firma Wentorf und Schenkhut aus Osterode. „Wir machen im Frühjahr und im Herbst immer mit“, sagt Mitarbeiter Roland Dähm, „das ist schon traditioneller Event bei uns.“ Und dient augenscheinlich der Teambildung, denn es herrschte wie an allen andern Tischen in der Pause im WeltWald beste Laune. Das mag auch an der guten Versorgung gelegen haben, die einmal mehr die Familien Schmidt und Lüthje mit Apfelecken, Kaltgetränken und Müsli-Riegeln besorgten.
Auch beim finalen Halbmarathon herrschte gute Stimmung. Zwar war es eher neblig und diesig, aber die Strecke prima zu laufen und vor allem nicht kalt. „Sonst joggen wir immer“, sagt Christiane Aron, die mit Freundin Diana Milschewski erstmals aus Kalefeld in Bad Grund startete. Und die versprach: „Beim Blütenlauf im Frühjahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei.“