Tag des Denkmals im September

In der Samtgemeinde sind viele schützenswerte Bauten

Bad Grund (Sab). Am Sonntag, 12. September, findet bundesweit der „Tag des offenen Denkmals“ statt. In der Samtgemeinde Bad Grund sind in allen Mitgliedsgemeinden Denkmäler vorhanden, ganz gleich, ob Kleindenkmäler, Kulturdenkmäler, historische Gebäude oder gar Kirchen. Alle sind es Wert, erhalten zu werden,um der Nachwelt Vergangenes in Erinnerung zu rufen.
In früheren Jahren wurde der „Tag des offenen Denkmals“ in der Samtgemeinde unter Beteiligung der Bergstadt Bad Grund und den Gemeinden in einem größeren Rahmen begangen. Führungen, zum Beispiel in „Mulls-Mühle“, oder auf dem „Knesebeck“, fanden statt. Das scheint aus Gründen gleich welcher Art der Vergangenheit anzugehören.
Vielen Bürgern ist kaum bekannt, welche Denkmäler vorhanden sind. Bei der Samtgemeinde und dem Kreis gibt es eine Liste darüber, welche Gebäude und Anlagen dazu gehören. Veränderungen daran sind mit der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Osterode am Harz abzustimmen beziehungsweise zur Genehmigung anzumelden.
Für „Kleindenkmäler“, wie zum Beispiel den Kurgedenkstein am Hübichweg, trifft das aber nicht zu. Zu den Denkmälern zählt aber auch der oft fotografierte Hübichbrunnen an der St.-Antonius-Kirche. Dieser gehört natürlich zu den schützenswerten Denkmälern. Ebenso das einzigartige Montandenkmal auf dem Knesebeck, nämlich der Hydrokompressorturm. Vom Verfall betroffen ist hingegen ein anderes Denkmal, und zwar das Mausoleum auf dem Campingplatz Hübichalm. Mystische Geschichten ranken sich um die Begräbnisstätte der Familie Helmkampff.
Ehrenmäler, wie zum Beispiel die Ehrenmäler in Bad Grund, Windhausen, Gittelde, Badenhausen, Eisdorf und Willensen, sind ebenfalls denkmalgeschützt.
Im Bereich des Bürgerparks Badenhausen befinden sich einige Gedenksteine, die unter anderem auf den Heimatforscher Lehrer Reißner und andere Personen hinweisen. Die Sängergrotte auf der Hindenburg weist ebenfalls auf verdiente Badenhäuser hin.
Naturdenkmäler, zum Beispiel die Eichen auf dem Festplatz in Eisdorf, sind ebenfalls geschützt. Und wer weiß schon, dass es in Windhausen eine „1000-jährige Eibe“ gibt? Die alte Linde im Burggarten steht unter Naturschutz.
Eines der bekanntesten Denkmäler ist der Ernst-August-Stollen in Gittelde. Er kann auch ohne besondere Führungen besichtigt werden. Hinweistafeln weisen auf die Geschichte dieses für den Harz wichtigen Wasserlösungsstollen hin, der jetzt zum UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft zählt. Der Heimat- und Geschichtsverein Gittelde bietet Geschriebenes zu den Gittelder Denkmälern an. Aber auch in den Heimatstuben beziehungsweise Dorfmuseen in der Samtgemeinde kann Interessantes und Wissenswertes über die Denkmäler erfahren werden. Einschlägige Literatur, zum Beispiel die Geschichte der Eisenbahn Gittelde – Bad Grund, ist auch im örtlichen Buchhandel zu haben.