Tierisches Familientreffen im Hundewald

Lanfhaar-Collies reisen mit Herrchen nach Wildemann zum Toben

Wildemann (cfk). Online-Netzwerke führen auch zu realen Beziehung oder halten den Kontakt zwischen verstreuten Familienmitgliedern. Das funktioniert sogar, wenn es sich bei den Familienmitgliedern um Rough Collies, sprich Langhaar-Collies handelt. Die kamen jetzt zu einer Familienzusammenführung im Hundewald bei Wildemann zusammen.
Cayla, Sam, Aila, Robin, Airos und Colin sind alle die Kinder von Collie-Mama Dakota und erblickten am 4. Februar diesen Jahres in der Zucht von Michaela und Norbert Voß in Horn-Bad Meinberg das Licht der Welt. Nach und nach kamen die Geschwister bei neuen Herrchen in ganz Norddeutschland unter. Doch dank einer Gruppe in einem „Social Network“ blieben die neuen Herrchen nicht nur unter einander, sondern auch mit dem Züchterpaar in Kontakt. So dauerte es gar nicht lange, bis der Gedanke eines „Familientreffens“ aufkam und auch Früchte trug.
„Ich kenne den Hundewald, habe ihn schon ein paar Mal besucht“, verriet Julia Droese aus Goslar, die mitverantwortlich für das Treffen war. Die anderen „Eltern“ waren schnell überzeugt, zumal ihnen Droese von der enormen Gastfreundschaft und der Herzlichkeit von Dieter und Waltraud Barthen berichtete. Die beiden kümmern sich ehrenamtlich um das malerische Terrain, stehen nahezu jedes Wochenende dort und halten Kaffee und Kuchen oder auch Kaltgetränke bereit.
Auch zum Collietreffen war die Tafel reichlich gedeckt. Allerdings brachten die Collie-Familien noch einige Leckereien zusätzlich mit. Doch zunächst galt es, dem Toben und Tollen der Hunde zuzuschauen. Die hatten ganz offensichtlich großen Spaß daran, mit ihren Geschwistern durch das große Terrain zu jagen. Nur Mama Dakota, die mit den Züchtern Voß angereist war, musste die ungestüme Jugend doch hier und da schon einmal dezent anknurren und klar sagen, wo es lang geht. Und auch „Herbie“, dem heftig flirtenden Border-Collie der Barthens, zeigte das resolute „Black Girl“, wie sie aufgrund ihrer Färbung auch betitelt wird, klar die Grenzen auf.
„Wir finden das toll, dass sich hier alle zusammen finden“, bestätigte Norbert Voß, der gerne mit seiner Frau Michaela und Wurf-Mutter Dakota angereist war. Lediglich Vater „Sparrow“ hatte „andere Termine“, wie Voß grinsend sagte, ohne sich allerdings näher darüber auszulassen. So genossen nicht nur die Hunde den Auslauf im Hundewald und das Toben mit den Geschwistern. Ab und an kamen auch andere Hunde vorbei, gesellten sich problemlos zum turbulenten Spiel. Lediglich den beiden kleinen Terriern waren die wild umher springenden, teils schon recht zotteligen Collies nicht so geheuer. Frauchen und Herrchen hingegen erfreuten sich nicht nur am Spiel der Halbwüchsigen, sie nutzten endlich die Gelegenheit, die online geknüpften Freundschaften im realen Leben zu vertiefen und sich gegenseitig mit Anekdoten zu erheitern und Erziehungstipps auszuhelfen. Am Ende des Tages waren sich alle einig: Das war weder das letzte gemeinsame Treffen noch der letzte Besuch im Hundewald.