Törggelen-Tradition wird hochgehalten

Ein sehr gut besuchtes Törggelen im Schützenhaus Bad Grund. (Foto: Schwinger)

Verein der Südtiroler in Niedersachsen hatte wieder einmal eingeladen

Auch die Südtiroler in Niedersachsen kennen den schönen alten Törggelen-Brauch und hatten dazu in das Schützenhaus eingeladen. Ursprünglich wurden Nachbarn, Verwandte und Freunde in die heimelige Stube eingeladen, um den neuen Tiroler Wein zu verkosten.
Heute geht es nicht um die Weinverkostung, sondern um das gemütliche Beisammensein der Freunde Südtiroler Lebensart. Die „Südtiroler“ aus Niedersachsen fahren jedes Jahr für eine Woche nach Südtirol und bringen nicht nur den neuen Wein mit, sondern auch Schinken, Käse, Schüttelbrot und vor allem Köschtn (Esskastanien), die gebraten serviert werden.
Das Törggelen in Bad Grund hat inzwischen eine große Fangemeinde, so hieß es auch dieses Jahr lange vorher: „Ausgebucht“. Von Beginn an herrschte eine ausgelassene Stimmung. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt. Und der frische Wein und die Tiroler Köstlichkeiten riefen Erinnerungen an die Fahrt nach Tirol wach.
Doch was ist ein Fest ohne Musik? Als Harztiroler wurden sie vorgestellt und in Tiroler Tracht traten sie auf. Eine reine Vereinsband, die mit Tiroler Volksmusik begann und nach Sierra Madre und Mendocino mit der Kleinen Bimmelbahn durch den Saal fuhr. Eine Überraschung hatte Vorsitzender Arthur Sachsalber anzukündigen.
Vereinsmitglied Ortsbürgermeister Manfred von Daak hatte zufällig seine Mundharmonika dabei. Eine gute Gelegenheit, mit den Harztirolern einmal gemeinsam aufzutreten. Was lag näher als „Der Junge mit der Mundharmonika“? Mit tosendem Beifall wurde eine Zugabe verlangt. Und mit „La Paloma“ landete man in Norddeutschland.
Doch nicht nur Volkstümliches hatten die fünf Vereinsmusiker im Repertoire. Mit flotter Tanzmusik brachten sie die Besucher auf die Tanzfläche, und das bis in den späten Abend. Es war wieder ein Törggelen ganz nach dem Geschmack der Südtiroler in Niedersachsen.