Top-Event für Naturliebhaber

Die Touren führen auf malerischen Wegen vorbei an herbstlich bunten Bäumen und Sträuchern.

„Indian-Summer-Lauf“ vom 18. bis 20. Oktober / Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen

Der Herbst ist da und die Tage werden kurz. Damit die Hobbysportler und Nordic-Walking-Fans aber über den Herbst und Winter nicht gänzlich einrosten, findet auch in diesem Jahr der schon traditionelle „Indian-Summer-Lauf“ statt.

Der „Indian Summer“ ist ein alljährliches Naturereignis im östlichen Nordamerika, das sich durch vielfältige Farben verschiedener Laubbäume wie Pappeln, Birken oder Ahorne auszeichnet. Die hierfür typischen Baumarten finden sich im WeltWald Harz wieder – nicht zuletzt Grund genug, die Touren durch einen der größten Baumparke in Deutschland zu führen.
Nur noch wenige Tage, dann geht es in die achte Runde. In der Zeit vom 18. bis 20. Oktober findet der „Indian-Summer-Lauf“ in diesem Jahr statt. Bei der mittlerweile 16. Nordic-Walking-Veranstaltung der Niedersächsischen Landesforsten im und um den WeltWald bei Bad Grund werden insgesamt sieben Touren angeboten, die für jeden Geschmack die passende Route bereithalten.
2006 fing es mit dem „Blütenlauf“ im damaligen „Arboretum“ an. Mittlerweile haben sich die Veranstaltungen im „WeltWald Harz“ als Top-Event in der Nordic-Walking-Szene etabliert. Jeweils im Frühjahr und im Herbst kommen aus dem ganzen Bundesgebiet je nach Wetterlage zwischen 200 und 300 Nordic Walker nach Bad Grund, um in geführten Touren vorbei an herbstlich bunten Bäumen, Sträuchern und durch exotische Wälder malerische Wege zu genießen. Es geht durch eine in Deutschland in dieser Form einzigartige Landschaft mit einer großen Vielfalt an Pflanzen und Bäumen. Alle Touren sind so ausgesucht, dass die Sportler auch auf häufig wechselnden Untergründen laufen werden. Mal weich über Gras, Laub, Holzhackschnitzel oder Rindenmulch, mal fest über Schotter oder Erdwege. Trampelpfade führen zwischen Mammutbäumen hindurch gemäß dem Grundsatz „körperliche Fitness mit intensivem Naturgenuss“. Eines der Highlights ist der Wald-Erlebnispfad im nordamerikanischen Teil des „WeltWald Harz“. Naturliebhaber unter den Nordic Walkern schwärmen immer wieder von den Sonnenuntergangstouren, bei denen das herbstliche Laub seinen besonderen Zauber entfaltet. Auch der angebotene Halbmarathon zum Abschluss des Events am Sonntag, 20. Oktober, hat mit 21 Kilometern Länge seinen Reiz. Die Sportler haben hier über 1000 Höhenmeter zu bewältigen und es bieten sich teils fantastische Fernblicke in den Harz oder bis ins Weserbergland.
Eine weitere Besonderheit ist die Begegnung mit dem UNESCO Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserwirtschaft“ bei zwei der Touren. Bei der Tour „Rund um Bad Grund“ auf der „König-Hübich-Route“ geht es bei einem Teilabschnitt im Bergbaumuseum „Knesebeck-Schacht“ sogar durch einen alten Bergbaustellen „unter Tage“.
Im Wesentlichen geht es aber um die herbstliche Laubfärbung im WeltWald Harz. Diese fängt so langsam an und wird Mitte Oktober ihren Höhepunkt erleben. Die Teilnehmerzahlen in den einzelnen Touren sind begrenzt, daher bietet sich eine frühzeitige Anmeldung an. Weitere Informationen und Anmeldeformulare erhält man ab sofort in Bad Grund in der Geschäftsstelle der Volksbank im Harz eG sowie in der AVIA-Tankstelle und Seesen in der Geschäftsstelle der Tageszeitung Seesener „Beobachter“.
Die Volksbank im Harz hat dabei die Rolle des Hauptsponsoren zusammen mit dem Sanitätshaus Sturm inne.

Der WeltWald Harz

Die Entscheidung zur Einrichtung eines botanischen Gartens, dem heutigen WeltWald Harz, trafen Forstleute bereits 1971. Das so genannte Arboretum Bad Grund sollte wissenschaftlichen Zwecken dienen und als Erholungsgebiet den immer stärker wachsenden Tourismus im Oberharz entlasten. Am 13. November 1972 wurde der überwiegende Teil des mehr als 100-jährigen alten Fichtenwaldes vom Sturm umgeworfen. Nach Aufarbeitung des Sturmholzes waren Freiflächen von 20 Hektar vorhanden, die 1975 mit den ersten fremdländischen Gehölzen bepflanzt wurden. Ob sich diese Arten im Klima Mitteleuropas wohlfühlen würden, sollten die Anbauversuche klären. Bisher wurden von den von circa 1000 in Europa kultivierbaren Baumarten circa 50 intensiv geprüft. Seit 1975 pflegen und unterhalten Mitarbeiter des Niedersächsischen Forstamtes Riefensbeek diesen größten botanischen Baumgarten Deutschlands.