Unbeschreibliche Vielfalt und seltene Bäume

Mit dem Planwagen ging es durch den WeltWald. (Foto: Kluge)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „12 Gründe für Bad Grund“ wurde zu einer Planwagenfahrt eingeladen

Von Camillo Kluge, Bad Grund

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und mit Wolfgang Reimer ein kompetenter Mann an Bord – die Herrschaften, die im Rahmen der Veranstaltungswoche „12 Gründe für Bad Grund“ an den Planwagenfahrten durch den WeltWald teilnahmen, bereuten das nicht. Ganz im Gegenteil. „Wir sind begeistert“, sprach Gerd Refert, der mit Ehefrau Margot dabei war, aus, was alle dachten.
Dabei scheint der „Indian Summer“ in diesem Jahr weniger farbenfroh zu werden als in den zurückliegenden. So mancher Ahorn wird nicht sein leuchtend rotes Blätterkleid anlegen. „Wenn es zu trocken war, dann welken sie zu schnell“, weiß der zuständige Revierförster Dietmar Mann. Erkennen lässt sich dies, wenn die Blätter statt rot zu werden sich schon leicht kräuseln. Häufig haben sie dann auch einen leichten bräunlichen Rand.
Doch auch wenn Blut- und Rotahorn, die sicherlich die intensivste Färbung zu dieser Jahreszeit aufweisen und vor dem satten grün der Mammutbäume im Sonnenlicht einen unbeschreiblich schönen Kontrast bieten, noch nicht ihre volle Wirkung auf die Planwagenfahrer entfalten konnten, all die anderen Bäume aus aller Herren Länder präsentierten sich auch recht reizvoll. Und auch wenn kaum das tiefe Blutrot der Ahornbäume zu sehen war, eine breite Vielfalt an Gelb- und Brauntönen oder auch Orange ließen die Passagiere zufrieden seufzen. „Das ist ja so was von romantisch hier“, sagte denn auch Irmgard Aurisch: Zumal mit Reimer ein Führer dabei war, der den WeltWald von der ersten Stunde her kennt. „Ich habe 1975 hier mit gepflanzt“, kennt der rüstige Rentner im WeltWald nahezu „jeden Baum mit Vornamen“, wie Mann lächelnd sagte. „Besser kann das sicher keiner erklären“, lobte dann auch Edith Zimmermann die Führung.
Als Peter Kalla dann den Oldtimer-Traktor, der den Planwagen durch den WeltWald zog, Pferde würden die steilen Strecken nicht so ohne weiteres meistern, an einer idyllischen Ecke anhielt, die Gäste an einer eingedeckten Sitzgruppe eine zünftige Mahlzeit einnahmen, da schimmerte doch ein tiefdunkles Rot herüber. Denn die amerikanische Sumpfeiche nimmt im Herbst diese Farbe ebenfalls an. „Unbeschreiblich, diese Vielfalt und diese ganzen seltenen Bäume“, zeigte sich Gerd Refert begeistert und versprach: „Hier werden wir mal wiederherkommen.“