Verlaufen war gestern

Ralf Hauschild beim Anbringen der Oxfam-Schilder. (Foto: Kluge)

Strecke des Oxfam-Trailwalkers wurde umfangreich ausgeschildert

Von Camillo Kluge,
Osterode

In diesem Jahr startet Ralf Hauschild zwar nicht am 8./9. September beim 3. Oxfam-Trailwalker in Deutschland, die Strecke hat er dann dennoch größtenteils wieder hinter sich gebracht. Der Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten, der beim ersten Trailwalker im „Team eins“ am Start war, und auch bei der zweiten Auflage die 100 Kilometer bewältigte, ist diesmal in besonderer Mission auf der Strecke unterwegs. Denn im Gebiet der Landesforsten ist die Trailwalker-Strecke nun auch offiziell ausgeschildert. „Ähnlich wie zum Beispiel der Hexenstieg gibt es nun auch für die Oxfam-Strecke eine passende Ausschilderung“, so Hauschild.
Lediglich der Bereich des Nationalparks, durch den auch einige Kilometer der Strecke führen, wird es keine Schilder geben. „Da wird an der Grenze eine Tafel den weiteren Weg erläutern und wenn die Route wieder den Nationalpark verlässt, geht es mit der Beschilderung weiter“, sagt er. Für die Veranstaltung selbst wird im Nationalpark die gewohnte temporäre Beschilderung vorgenommen. Die zierte sonst die gesamte Strecke, stets machten sich die Mountainbike-Freunde aus Förste kurz vor dem Start auf, die Wegweiser anzubringen. Doch in diesem Jahr schaffen sie das terminlich nicht. „Oxfam fragte bei den Landesforsten nach, ob wir das übernehmen können. Da kam dann die Idee auf, diese Ausschilderung dauerhaft vorzunehmen, um nicht alljährlich dieses Problem zu haben“, erläutert Hauschild, der gleich die Schilder mit entworfen hat. Seine Idee war es jedenfalls, mittels reflektierender Aufkleber die Schilder auch in der Nacht funktionstüchtig zu gestalten. Wo sich der Oxfam-Läufer tagsüber an einem grünen Pfeil orientiert, weisen ihm nun nachts drei reflektierende in Pfeilrichtung angeordnete Quadrate den Weg.
Zudem werden die Schilder auf dem Rundkurs von Osterode über die Hanskühnenburg, Stieglitz Eck, Schulenberg, Hahnenklee, Wildemann, Innerstetal und Lerbach zurück nach Osterode durchnummeriert. Dann werden die Positionen der Schilder per GPS-Daten festgehalten, so dass, sollte einmal etwas passieren, sich auch die Rettungskräfte anhand dieser Nummern orientieren können.
Insgesamt gut 800 Schilder hat Hauschild mit einigen Helfern in den letzten Tagen entlang der Strecke angebracht. Sein Sohn Jannik muss­te herhalten und helfen, die reflektierenden Aufkleber richtig anzubringen. Die Kos­ten für die Schilder übernahm dabei Oxfam. „Aber da wurden keine Spendengelder genutzt“, betont Hauschild, „sondern so etwas wird aus den Einnahmen bezahlt, die mit den Oxfam-Shops erzielt werden. Da haben die eine klare Trennung.“ Die Landesforsten unterstützen die Ak­tion in dem Fall durch den aktiven Einsatz Hauschilds und Kollegen.
Die Gefahr, dass nun diese Schilder zu einem beliebten Andenken der Oxfam-Touris­ten werden, sieht Hauschild auch nicht. „Das Problem gab es beim Hexenstieg anfangs auch. Doch als es die Schilder dann zu kaufen gab, hörte der Diebstahl auf“, weiß er. So wird es diese kleinen Oxfam-Wegweiser also auch in Kürze zu kaufen geben. Und sollte doch mal eins fehlen, verwittern oder aus einem anderen Grund kaputt gehen, anhand der Durchnummerierung fällt das recht schnell auf und ist problemlos zu ersetzen. Ob alles wirklich wie geplant funktioniert, wird sich spätestens am zweiten September-Wochenende zeigen, wenn es wieder heißt: Ein Team, vier Personen, 100 Kilometer, 30 Stunden. Nur nicht für Hauschild, der sich eine neue Herausforderung gesucht hat und nun Marathon läuft.