Vom Badehaus zum Kulturort

Im Jahr 1855 wurde Bad Grund, damals noch Grund, zum Bade- und Kurort ernannt. Im alten Badehaus von 1929 wurden Moorpackungen verabreicht. Der Innenhof war offen. Unter der Ultravitverglasung konnten die Gäste auch im Winter Sonne tanken. Zu Hochzeiten kamen 25.000 Gäste in die Bergstadt. Zudem wurden 220.000 Übernachtungen registriert. (Foto: Archiv)

Mit Schlackenbädern begann in Bad Grund die Geschichte des Kurortes / Es ist viel passiert

Die Jahrhunderte alte Kurgeschichte der Bergstadt Bad Grund begann einst mit einem „prominenten“ Schlackenbad.

Denn laut Ortschronik soll bereits im Jahr 1510 die Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg, die auf der Stauffenburg ihren Witwensitz hatte, Linderung ihrer Leiden in Schlackenbädern einer Eisenhütte gesucht haben. Eine eindrucksvolle Glasmalerei zeigt dieses wohl erste Kurbad in Bad Grund, und befindet sich im Atrium, dem einstigen Kurbadehaus.
Im Jahr 1855 wurde Bad Grund, damals noch Grund, zum Bade- und Kurort ernannt. Den Grundstein dafür legten der Berg- und Stadtphysikus Dr. Karl Heinrich aus Clausthal, der Apotheker Karl Hermann August Helmkampff und der Rathauswirt Wilhelm Römer, beide aus Bad Grund. Aufgrund der geologischen und klimatischen Bedingungen des Ortes erkannte Brockmann, dass Grund geeignet sei, um kranken Menschen zu Linderung ihrer Leiden zu verhelfen. Seit 1914 durfte Grund sich Bad Grund mit dem Zusatz Bergstadt nennen.

1929 wurde ein zweiten Kurhaus wegen steigener Gästezahlen erbaut
Im Mittelpunkt des Kurgeschehens stand viele Jahre lang das zweite Kurbadehaus, das aufgrund stetig zunehmender Kurgastzahlen im Jahr 1929 auf dem Gelände des abgerissenen Hotels „Schützenhof“ erbaut wurde. Zu der Zeit verzeichneten die Bad Grunder rund 5.500 Kurgäste. Wohl einmalig für die damalige Zeit war die Kuppel des Badehauses aus sogenannten Ultravitglas, unter der die Gäste auch im Winter Sonnenbäder genießen konnten.

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