Walpurgis in Bad Grund – jetzt wird es professionell

Walter Gauks ist Geschäftsführer der Fortuna Eko GmbH und Hauptorganisator von Walpurgis in Bad Grund.
 
Bürgermeister Manfred von Daak und KTV-Vorsitzender Uwe Sommermeyer werden die Enventplaner nach Kräften unterstützen.

Eventplaner übernehmen die Organisation der traditionellen Feier

Schon Mitte dieses Jahres zeichnete sich ab, dass der Kur- und Touristikverein der Bergstadt Bad Grund das Risiko bei der Organisation und Durchführung der Walpurgisveranstaltung nicht länger tragen kann. Zu groß war vor allem das persönliche finanzielle Risiko, das auf den Vorsitzenden des Vereins lastete. Nach langen und ausführlichen Gesprächen auf Vermittlung von Dr. Oswald Sander konnte nun die „Fortuna Eko GmbH“, eine Veranstaltungsfirma aus Berlin, für die Durchführung der Walpurgis-Feierlichkeiten gewonnen werden.

Von Maximilian Strache

Uwe Sommermeyer, 1. Vorsitzender des KTV, betonte im Rahmen eines Pressegespräches, dass sich der KTV mit diesem Schritt nicht aus der Verantwortung stehlen wolle. „Wir haben im vergangenen halben Jahr beschlossen, neue Ideen und Konzepte in die Veranstaltung einfließen zu lassen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Tradition von Walpurgis in Bad Grund fortgeführt werden kann“, sagt Sommermeyer. Der KTV werde im Hintergrund agieren und die „Fortuna Eko GmbH“ umfassend unterstützen. Das finanzielle Risiko trage jedoch ganz allein die Berliner Eventagentur.
Walter Gauks, Geschäftsführer der „Fortuna Eko GmbH“, unterstrich in seinen Ausführungen mehrfach, dass der traditionelle Charakter der Veranstaltung erhalten bleibe. „Wir haben uns die Walpurgis-Veranstaltungen der vergangenen Jahre genau angeschaut und werden den traditionellen Charakter, Walpurgis als Familienveranstaltung durchzuführen, erhalten“, so Gauks.
Unter dem Motto „Hexenkessel – da geht’s rund in Bad Grund“ soll die Veranstaltung jedoch deutlich vergrößert werden. Der Veranstalter möchte 6000 bis 7000 Besucher pro Tag in die Bergstadt locken. Im nächsten Jahr wird Walpurgis über zwei Tage gefeiert. Eine große FFN-Tanz in den Mai Party soll dafür sorgen, dass vor allem ein „feierfreudiges“ junges Publikum in den kleinen Harzer Kurort kommt. Am Sonntag, 1. Mai, soll sich dann ein internationales Jugend-Künstlerfestival im Atrium anschließen. Neben Künstlergruppen aus fünf verschiedenen Ländern ist auch die Teilnahme von lokalen Gruppen geplant.
„Wir denken, dass wir vor allem durch eine Kooperation mit Radio FFN eine breite Aufmerksamkeit erregen können“, sagte Gauks. Überdies soll eine eigens für Walpurgis zu erstellende Internetseite die Veranstaltung bekannt machen.
Der „Hexpress“, das Walpurgis-Theaterstück auf der Freilichtbühne am Hübichenstein unter Leitung von Manfred von Daak, sowie das umfassende Musikprogramm auf der Rockbühne werden auch weiterhin einen festen Platz im Programm haben. Auch Daniel Schulz wird wie in den vergangenen Jahren direkt involviert sein. Die erfolgreiche Swing-Gala wird indes kein Bestandteil von Walpurgis sein. Die Gala mit Daniel Schulz und der Hannoveraner Big-Band Swing-O-Matic wird vom KTV organisiert und am 14. Januar 2011 im Atrium stattfinden.
Besonders wichtig, so Gauks, ist es dem Veranstalter ein Vertrauensverhältnis zu den Bad Grundnern aufzubauen. „Die Firma Fortuna Eko wurde in Osterode am Harz gegründet und ist seither fest mit der Region verbunden“, erläutert der Eventmanager. Um die Nähe zur Bevölkerung und den Gastronomen schon im Vorfeld der Walpurgis-Festivitäten zu suchen, wird am 18. Dezember im Atrium eine Weihnachtsfeier organisiert. Unter dem Credo „Weihnachtszauber in Bad Grund“ erwartet die Besucher ein buntes Musikprogramm mit regionalen und überregionalen Künstlern und Chören. Die Weihnachtsfeier bildet zudem den Auftakt für die Vorbereitungen und Werbemaßnahmen für die Walpurgis-Feier 2011.
Bürgermeister Manfred von Daak äußerte sich zufrieden ob der gegenwärtigen Entwicklungen. „Wir sind sehr dankbar für die professionelle Unterstützung und sind uns sicher, dass Walpurgis weiterhin eine Bereicherung für die Bergstadt darstellen wird“, so der Bürgermeister. Die Bergstadt werde sich indes nicht an der Finanzierung der Veranstaltung beteiligen können. Der Stadt sind, laut von Daak, schlicht die Hände gebunden.