Walpurgis ist ein Botschafter für die Bergstadt

 

KTV-Vorsitzender Uwe Sommermeyer und Bürgermeister Manfred von Daak im
Gespräch mit der Presse

Seit 60 Jahren wird in Bad Grund Walpurgis gefeiert. Das Fest ist eine
Institution in der Bergstadt und weit über dessen Grenzen hinaus bekannt.
Aufgrund vermehrter Kritik an der diesjährigen Walpurgisveranstaltung und
dem Veranstalter sehen sich der Verantwortliche des Kur- und
Touristikvereins und Bürgermeister Manfred von Daak in der Pflicht, die
Anstrengungen, die mit der Umsetzung dieses Festes verbunden sind,
transparent darzustellen. Im Rahmen eines Pressegespräches stellten sich
KTV-Vorsitzender Uwe Sommermeyer und Manfred von Daak den Fragen der Presse.
Bad Grund. Nach einem riesigen finanziellen Verlust von 7000 Euro im Jahr
2008, konnte bei der diesjährigen Veranstaltung, nach Aussage von
Sommermeyer, ein Überschuss von rund 3500 Euro erwirtschaftet werden. “Wir
sind ein kleiner Verein und tragen das gesamte finanzielle Risiko. Mit dem
diesjährigen Überschuss sind wir nun in der Lage, andere defizitäre
Veranstaltungen finanziell zu unterstützen. Eine weitere finanzielle Pleite
hätte indes dazu geführt, dass wir Walpurgis in der bekannten Form im
nächsten Jahr nicht hätten ausrichten können³, so Vorsitzender Sommermeyer
gegenüber der Presse.
Die Tatsache, dass es überhaupt möglich war einen Überschuss zu erzielen,
hinge neben dem Monopol des KTV auf den Verkauf alkoholischer Getränke vor
allem mit dem ehrenamtlichen Engagement vieler Helfer zusammen. “Viele
Mitglieder des KTV und anderer Vereine opfern einen Großteil ihrer Freizeit
um die Veranstaltung zu ermöglichen. Das ist nicht selbstverständlich³,
erläutert Sommermeyer den großen organisatorischen Aufwand. Ob dieser
Faktenlage ist es für den KTV-Vorsitzenden und den Bürgermeister
unverständlich, dass derart viele kritische Stimmen in der Stadt laut
geworden sind. “Walpurgis hat eine große Tradition und ist zudem ein
wichtiger Werbeträger für die Kurstadt³, gibt Manfred von Daak zu bedenken.
“Es wird dem Engagement vieler Bürger nicht gerecht, sie derart harsch
anzugehen³, fährt der Bürgermeister fort. Die Resonanz auswärtiger Besucher
war, laut Sommermeyer, zudem äußerst positiv.
Das Ziel der Verantwortlichen sei es, die Veranstaltung langfristig zu
erhalten. “Ich denke, dass wir in den letzten Jahren einen guten Weg
beschritten haben. Sei es die Größe der Veranstaltung oder das Programm.
Optimal sind für uns als Veranstalter Besucherzahlen zwischen 3000 und
5000³, so Sommermeyer. Mehr könne der Verein nicht stemmen. Deshalb laute
auch die Maxime für die Walpurgisfeierlichkeiten: “Minimales finanzielles
Risiko für den Verein bei maximaler Größe und Vielfalt für die
Veranstaltung³. Darüber hinaus ist der KTV derzeit am ausloten, die
Veranstalterrolle abzugeben. Im Gespräch für eine Übernahme dieser Funktion
ist die Gesundheitszentrum GmbH, die sich schon dieses Jahr mit Sachspenden
beteiligt hat. “Das Risiko dieser Veranstaltung ist für mich persönlich
nicht mehr tragbar. Wir haben fast keine andere Wahl als ein finanzstarken
Partner ins Boot zu holen³, schildert der KTV-Vorsitzende die derzeitigen
Planungen für zukünftige Walpurgisfeiern. “Bei allen etwaigen Veränderungen
sind wir natürlich bestrebt den Charakter und die Tradition des Festes zu
erhalten. Egal wer sich zukünftig für die Organisation der Veranstaltung
verantwortlich zeichnet³, fügt von Daak hinzu.
So könnte es beispielsweise für einen künftigen Veranstalter die Auflage
geben, das Walpurgis-Theaterstück auf der Freilichtbühne am Hübichenstein zu
erhalten oder auch traditionelles Harzer Brauchtum in die Veranstaltung
zwingend einzubinden.
Inwieweit diese Vorüberlegungen tatsächlich in der Realität umgesetzt
werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.