„Was lange währt, wird endlich gut“

Die Johanniter-Dienststelle in Bad Grund erstrahlt wieder in neuem Glanz. (Foto: Marx)
 
SEG-Leiterin Petra Przyklenk, Johanniter-Ortsbeauftragter i. R. Ulli Milas, Stellvertretenden SEG-Leiter/Sanitätsdienste Thorsten Lossie und Vorstandsassistent Johanniter-Regionalverband-Südniedersachsen Björn Menkhaus. (Foto: Marx)

Einweihung der neuen Johanniter-Unfallhilfe am Hübichplatz in Bad Grund: Fred Langner übergibt symbolischen Schlüssel für Dienststelle

Bürgermeister Manfred von Daak bemühte eine alte, diesmal aber äußerst treffende Weisheit. „Was lange währt, wird endlich gut“, meinte er in seinem Grußwort anlässlich der kleinen Feier zur Schlüsselübergabe der renovierten Dienststelle an die Johanniter-Unfallhilfe. Nach über einem Jahr ohne Domizil überreichte diesen Fred Langner vom Bau- und Ordnungsamt der Gemeinde Bad Grund symbolisch zur Dienststelle am Hübichplatz. Der ehemalige Ortsbeauftragte und Gründer der Ortsgruppe Ulli Milas skizzierte in einer kurzen Rede auch noch einmal den Unfall.
Ein Problem mit seiner Getriebeautomatik ließ einen Autofahrer mit seinem Fahrzeug im März 2012 aus der Parkbucht einen Satz nach vorne machen – genau in die Johanniter-Dienststelle. „Die Vorderfront des Gebäudes wurde eingedrückt, eine Quermauer innen, die Haustür, diverse Türen im Innenbereich sowie beide Fenster bedurften der Erneuerung“, sagt Milas. Dazu waren verschiedene Gas- und Elektroinstallationsarbeiten und Malerarbeiten nötig, Teppiche, Dachrinnen und anderes mehr galt es zu ersetzen.
„Da die Ausbildungsräume nicht mehr nutzbar waren und komplett geräumt werden mussten“, erklärte Milas, „war auch der Dienstbetrieb mit Ausbildung und Dienstabenden arg eingeschränkt.“ Doch zog sich die Reparatur so lange hin, weil verschiedene Gutachter des Kfz-Haftpflichtversicherers vor Ort waren um am Ende kund zu tun, dass nur der Zeitwert und somit zwei Drittel des Schadens in Höhe von gut 28.000 Euro übernommen werden. „Weder die Bergstadt noch wir Johanniter waren in der Lage, den Rest aufzubringen“, so Milas.
Doch „durch einen glücklichen Zufall erfuhr die Gebäudeversicherung VGH der Gemeinde Bad Grund von dem Vorgang“, schildert Milas, und „übernahm die Kosten für das letzte Drittel.“
Das Ergebnis der dann binnen weniger Monate renovierten Räume kann sich sehen lassen. „Eine hervorragend renovierte Dienststelle“, freut sich Milas.
„Die Ersthelfer-Ausbildung lag etwas brach in der Zeit“, gesteht Petra Przyklenk, Leiterin der „Schnellen Einsatz-Gruppe“ (SEG) des Johanniter Ortsverbandes Bad Grund, wie die offizielle Bezeichnung lautet. Die Dienstabende „haben wir dann bei uns zu Hause oder mal im Rathaus abgehalten“, so Przyklenk.
Dabei deckt die SEG einen großen Bereich ab. „Bis Herzberg sind wir im Einsatz“, sagt Milas. Neben der Ersthelfer-Ausbildung ist auch Sanitätsdienst bei Veranstaltungen gefragt oder eben der Einsatz im Katastrophenfall. So waren die Johanniter auch ohne eigene Dienststelle trotzdem beim jüngsten Hochwasser im Einsatz, haben da im Bereich der Helferversorgung gewirkt. „Seit Mai arbeiten wir auch sehr eng und sehr gut mit dem DRK in Osterode zusammen“, sagt Przyklenk. Ab sofort auch wieder aus einer renovierten Dienststelle heraus.
Übrigens: Die Johanniter- Unfallhilfe Bad Grund verfügt über 17 aktive und knapp 900 fördernde Mitglieder. Die Dienstabende finden jeden Freitag ab sofort wieder in der Dienststelle am Hübichplatz statt. In den Sommermonaten jeweils ab 19 Uhr, im Winter dann immer ab 18 Uhr.