Weihnachtszauber im Atrium – Versuch der Versöhnung
Walpurgis-Veranstalter stellt sich der Bad Grundner Bevölkerung vor
Nach der Bekanntgabe, dass die Walpurgisfeierlichkeiten an einen externen Veranstalter übergeben wurden, regte sich einige Empörung in der Bergstadt. Vor allem Hella Furtwängler, verantwortlich für den Inhalt des Pressecafés unter www.bad-grund-harz.de, wetterte gegen Bürgermeister von Daak und den Vorsitzenden des Kur- und Touristikvereins.
Von Maximilian Strache
Bad Grund. Furtwängler bezeichnet den Schritt des Kur- und Touristikvereins als Ausverkauf Bad Grunds. Weiter schreibt sie, dass Walpurgis bisher der Allgemeinheit gehörte, jetzt jedoch zu einem kommerziellen Event ausgestaltet wird. Im nahezu gleichen Atemzug verurteilt Furtwängler den Weihnachtszauber im Atrium, der in ihren Augen nichts anderes zu sein scheint, als eine Werbeveranstaltung, die es sich zur Aufgabe macht, den Ausverkauf der Bergstadt feierlich zu begleiten.
Trotz aller Kritik kam es am vergangenen Wochenende nun zum Weihnachtszauber im Atrium. Walter Gauks, Geschäftsführer der Fortuna-EKO GmbH, und Bürgermeister Manfred von Daak begrüßten die Gäste und unterstrichen die große Bedeutung der Zusammenarbeit. Die Veranstalter bezeichnen das Konzert in ihrer Darstellung als einen Höhepunkt für Bad Grund. Nicht nur der Frauenchor Badenhausen und der Männergesangverein Badenhausen waren vertreten, auch traten „de Autens“ aus Bad Grund auf, die ihre eigene Veranstaltung zugunsten des Weihnachtszaubers abgesagt hatten. Überdies waren der Kinderchor „Die lustigen Noten“ und die Kinder des internationalen Jugendfestivals „Die kleinen Sternschnuppen“ vertreten.
Das Publikum im zur Hälfte besetzten Atrium honorierten die Auftritte mit reichlich Beifall. Karl-Hermann Rotte, zweiter Vorsitzender des KTV, äußerte sich gegenüber dieser Zeitung sehr positiv über die Darbietungen. „Es ist zum Teil sehr beeindruckend, was die Chöre auf die Beine gestellt haben. Vor allem die Kinder des internationalen Jugendfestivals haben große Begeisterung ausgelöst.“
Auch die im Vorfeld der Veranstaltung versprochene Präsentation des neuen Walpurgis-Logos mit der Promotion-Seite für Bad Grund, www.wirsindbadgrund.de, erfreute sich nach Aussage des Veranstalters bei den anwesenden Bergstädtern großer Zustimmung. Ab Januar kann sich jeder Einwohner des kleinen Harzer Kurortes auf der Seite registrieren, ein Foto von sich hochladen und einen kleinen Beitrag über sich verfassen. Für all diejenigen, die nicht über einen Internetzugang verfügen, werden freiwillige Helfer diese Aufgabe übernehmen.
Laut Gerhard Alexander Hokamp von der Firma HPI, wird diese Seite der Bergstadt gestiftet um den Bekanntheitsgrad weiter zu steigern. Bei der Firma HPI-ING handelt es sich um eine Projekt Planung und Management Firma mit Sitz in London. Das Deutschland-Büro der Firma befindet sich in Bad Lauterberg.
Das neue Logo der Walpurigs 2011 mit dem Namen „Der Hexen-Kessel“ löste laut Walter Gauks eine aufgregende Diskussion aus, bei der die Veranstalter noch fester die Tradition des Bad Grundner Walpurigs kennenlernen durften. Die Bad Grundner Hexe trage nämlich niemals einen Hut, sondern ein Kopftuch.
Dementsprechend wurde das Logo der Walpurgisveranstaltung angepasst. Die Veranstalter haben sich sehr über die Diskussion gefreut, denn genau dieses wollte man ja auch erreichen. Man muss über Walpurgis in Bad Grund wieder sprechen, und vor allem miteinander sprechen, so Walter Gauks.

