Wie weit gehst du für eine Welt ohne Armut?

„Ein Team, vier Personen, 100 Kilometer, 30 Stunden“. (Foto: bo)

In diesem Jahr werden Familien in Simbabwe, Frauen in Südafrika, Arme in Äthiopien und Flüchtlingsfrauen in Somalia unterstützt

Ein Team, vier Personen, 100 Kilometer, 30 Stunden lautet auch das Motto des 2. Oxfam-Trailwalker am 3. und 4. September. Über 60 Teams haben sich bereits jetzt schon wieder für diesen Benefizlauf angemeldet, zudem jedes Team wenigstens 2000 Euro Spendengelder als Startgeld sammeln muss. Einige haben sogar schon das Spendensoll erfüllt. Oxfam-Mitarbeiterin Angela Schlicht hatte jetzt zu einer Informations-Veranstaltung rund um den Trailwalker ins Atrium Bad Grund geladen, bei der nicht nur in den Startlöchern stehende Teams wertvolle Tipps erhielten, sondern auch potentielle Helfer Input bekamen.

Von Camillo Kluge

Bad Grund. Auch kleine Änderungen an der Strecke verriet Schlicht. Wobei die Checkpoints von Hanskühnenburg über Schulenberg und Wildemann bleiben, aber kleine Wegabschnitte zwischendrin geändert werden. „An der Okertalsperre war der auf Asphalt zu laufende Abschnitt zu lang, da haben wir den Streckenverlauf leicht geändert“, nannte Schlicht ein Beispiel für eine Änderung. Wichtigste Änderung hingegen ist der neue Start-Ziel-Punkt: „Das wird wohl die Stadthalle Osterode“, verkündete sie.
Gut zwei Dutzend Neugierigen präsentierte Schlicht mit Kollegin Nina Haeming nicht nur den Lauf anhand von Bildern und Videos von der Premiere 2010 vor, sondern mit Mitgliedern aus zwei „Finisher“-Teams aus 2010 gab es zudem Erfahrungsberichte aus erster Hand. Dabei wurde deutlich, dass es kein allgemeingültiges Rezept zur optimalen Vorbereitung auf den 100-Kilometer-Marsch gibt. Genauso hat jeder Starter offensichtlich seine eigene Philosophie bezüglich der richtigen Socken und Schuhe. Das Team Bad Grund hatte sich „recht unstrukturiert“ vorbereitet. Längste Trainingseinheit war einmal 50 Kilometer auf dem Försterstieg. Klaus Lehmberg empfahl einen Stundenschnitt von vier Kilometern. „Da kommt man gut durch“, so Lehmberg. Sein Sohn Andreas betonte: „Es soll Spaß machen, und das hat es auch.“ Er ergänzte aber lächelnd: „Zumindest bis Kilometer 75.“ Denn das ein Marsch über 100 Kilometer in 30 Stunden an die Substanz geht, steht außer Frage. Heiner Wendt vom Team der Landesforsten verriet das da erfolgreiche Rezept: „Wir haben immer nur von Checkpoint zu Checkpoint gedacht, das macht die Kilometerzahlen kleiner.“ Zudem sei ein fröhliches gemeinsam gesungenes Lied zwischendurch eine willkommene Ablenkung.
Einhellig lobten die Teams und der Veranstalter die liebevoll betreuten Checkpoints. Diese werden wieder von den bewährten Freiwilligen aus dem Vorjahr betreut, verriet Schlicht. Allerdings werden noch Helfer gesucht. „Aufbau, Pastaparty, Essen ausfahren, Checkpoints mit besetzen“, zählte Schlicht diverse noch vakante Positionen auf. Ganz dringend wird noch eine Mountainbiker-Gruppe gesucht, die bei der Be- und Entschilderung der Laufstrecke dem MTV Förste helfen, der sich auch in diesem Jahr da wieder einbringt.
Haeming beschrieb kurz die Aktionen, die in diesem Jahr durch die gesammelten Spenden unterstützt werden sollen. In Simbabwe werden Familien mit Saatgut und Gartengerätschaften versorgt, in Südafrika sollen von AIDS betroffene Frauen weitergebildet werden. In Äthiopien werden die Armen in der Viehzucht unterstützt und in Somalia wird Flüchtlingsfrauen eine Zukunft als Näherin ermöglicht.
Mehr Informationen zum Oxfam-Trailwalker sowie Kontaktmöglichkeiten für Helfer, Spender oder neue Teams gibt es online unter www.oxfamtrailwalker.de.