Willkommenskultur für Flüchtlinge in der Gemeinde

SPD-Ortsverein organisiert Helfer-Netzwerk / Veranstaltung am 25. Februar im Rathaus

Der Vorstand des SPD-Ortsvereins in der Gemeinde Bad Grund hat sich in seiner jüngsten Sitzung intensiv mit der Flüchtlingspolitik vor Ort auseinandergesetzt. Der Vorstand erörterte gezielt die Fragen, unter welchen Umständen Flüchtlingsfamilien und Asylbewerber in der Gemeinde Bad Grund ankommen und wie sie aufgenommen werden. Außerdem erarbeiteten die Mitglieder des Ortsvereins gemeinsam, welche Probleme hierbei bestehen und ob bei deren Lösung Hilfe von ehrenamtlicher Seite möglich ist.

Um einen Überblick der bestehenden Situation zu erhalten, hatte der Vorstand den Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, als Mitarbeiter des Sozialamtes Stephan Mantel sowie mit Günther Freyer einen örtlichen Vertreter des Vereins „Osteroder Tafel e.V.“ eingeladen. Die Gäste gaben Einblicke in aktuelle Zahlen, die bereits vor Ort geleistete Arbeit und den Bedarf weiterer Maßnahmen und Hilfen.

Bereits zu Beginn der Sitzung machte der Vorsitzende Florian Panknin deutlich, dass das Treffen nicht dem Ziel diene, eine Parteiveranstaltung zu organisieren: Jeder Bürger und jede Bürgerin der Gemeinde soll sich vielmehr angesprochen fühlen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und zu prüfen, ob er oder sie Hilfe anbieten kann und will. Alle Aktivitäten und Maßnahmen, die sich in Zukunft zu diesem Thema ergeben, müssen auf möglichst viele Schultern verteilt werden, damit das Vorhaben gelingt, die Aufnahme der neu aus ihren Heimatländern angekommenen Gemeindemitglieder zu verbessern.

Nach Angaben der Verwaltung wurden der Gemeinde Bad Grund bisher 44 Asylbewerber zugewiesen. Weitere 40 Personen werden in der nächsten Zeit folgen. Als ein großes Problem stelle sich bei der Aufnahme der Menschen die Kommunikation mit der Verwaltung und anderen Helfern dar. Die Personen stammen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Herkunftsländer. Es werden hier dringend Personen mit Fremdsprachenkenntnissen benötigt, die als Übersetzer helfen können.
Aber auch bei vielen kleinen und großen Herausforderungen des Alltags, die auf die neuen Gemeindemitglieder zukommen, wird Unterstützung benötigt. Die Orientierung vor Ort, Gänge zur Verwaltung, das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel und dergleichen sind oftmals neu und fremd.

Hier war sich der Vorstand einig, dass ehrenamtlich tätige Bürger in einem Paten-Programm helfen können, indem sie sich um die neuen Gemeindemitglieder kümmern. Paten können Familien oder Einzelpersonen bei dem Versuch unterstützen, hier in der Gemeinde nach den oftmals traumatischen Erlebnissen in ihren Herkunftsländern ein möglichst normales Leben und ein zu Hause zu finden. Um weitere Ideen zu entwickeln und die Ansätze, die außerdem im Laufe der Veranstaltung angesprochen wurden, nicht aus den Augen zu verlieren, soll nun ein Netzwerk von Ehrenamtlichen für die Gemeinde Bad Grund geschaffen werden, in welchem sich jeder, der die neuen Mitbürger willkommen heißen möchte, mit den eigenen Fähigkeiten und Stärken einbringen kann.

Am Mittwoch, 25. Februar, wird um 18 Uhr im Rathaus der Gemeinde Bad Grund eine Veranstaltung stattfinden, die interessierte Bürger zusammenbringen und das Gespräch zu diesem Thema ermöglichen soll. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jeder Bürger ist herzlich willkommen.