Wohin, Bergstadt?

Die SPD- und die CDU-Fraktion der Bergstadt Bad Grund informieren zur Kreisfusion: Warum und mit wem?

Die Fraktionsmitglieder im Rat der Bergstadt Bad Grund (Harz) von der SPD und der CDU haben einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der eine Fusion des Landkreises Osterode mit dem Landkreis Goslar gefordert wird. Sie wollen, dass der Westharz wieder eine Einheit bildet. Am Sonntag, 2. Dezember, findet dazu im Landkreis Osterode am Harz eine Abstimmung statt. Im Rahmen eines Bürgerentscheids haben die Bürger das Recht, ihre Meinung auf Stimmzetteln zu dokumentieren. Der Entscheid ist einem Kreistagsbeschluss gleichgestellt.
Zu diesem Thema informieren die SPD- und die CDU-Fraktion ausführlich und ungezwungen bei Kaffee und Glühwein am kommenden Freitag, 23. November, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr am Hübichplatz. Interessierte können diese Gelegenheit nutzen und mit über die Zukunft der Harzregion entscheiden. Mit einem „Ja“ bei dem Bürgerentscheid besteht die Chance, die Fusion mit einem Großkreis Göttingen, Northeim und Osterode zu verhindern, damit wieder Verhandlungen für eine Fusion der Landkreise Goslar und Osterode aufgenommen werden können.
Einige Argumente aus der Resolution des Rates der Bergstadt Bad Grund (Harz) vom 20. August 2012:

Wirtschaftskraft/Arbeitsplätze: Für Bad Grund, den Landkreis Osterode sowie für die gesamte Region Harz hat die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen besondere Bedeutung. Nur so können die Menschen in der Region gehalten werden. Hierzu ist eine Wirtschaftsförderung im Rahmen eines regionalen Entwicklungskonzeptes erforderlich. Wir sehen die Gefahr, dass bei einer Fusion mit den Landkreisen Göttingen und Northeim eine Wirtschaftsförderung für den Harz zukünftig geringer ausfällt, da Wirtschaftskraft im starken „Großzentrum“ Göttingen vorhanden ist. Der weitere Verlust von Wirtschaftskraft und die Abwanderung von Arbeitskräften nach Göttingen wäre die Folge.
Bei einer möglichen Fusion des Kreises Goslar mit einem anderen, nördlicher gelegenen Landkreis würde der Harz als südliches und nördliches Randgebiet dieser beiden Großkreise zerrieben und weiter „ausbluten“. Nur bei einer Fusion des Landkreises Osterode mit dem Landkreis Goslar begegnen sich zwei Partner auf Augenhöhe mit ähnlichen wirtschaftlichen Stärken und Schwächen, die für den gesamten Westharz als eine Einheit verantwortlich sind. Dann wäre die wirtschaftliche Förderung dieses gemeinsamen Landkreises durch einen „Masterplan Westharz“ die einzige Chance, den Harz für die Zukunft positiv aufzustellen.

Tourismus: Der Tourismus ist für Bad Grund und den Harz von besonderer Bedeutung und muss als Wachstumsbranche weiter ausgebaut werden. Hier gilt ein besonderes Augenmerk dem Ausbau des Gesundheitstourismus. Die Initiative Zukunft Harz hat hier bereits erste Planungen erstellt. Eine Umsetzung der Planungsergebnisse und eine gemeinsame Vermarktung des Westharzes sind durch einen „Kreis Westharz“ leichter zu bündeln und durchzuführen.

Kultur und Museen/Weltkulturerbe: Weltkulturerbe Harzer Wasserwirtschaft. Weltkulturerbe Goslar. Weltkulturerbe Rammelsberg, Zisterziensermuseum Kloster Walken- ried, das Höhlenerlebniszentrum lberger Tropfsteinhöhle, das Bergbaumuseum Bad Grund sowie die anderen Museen des Harzes können in einem gemeinsamen Kreis Westharz besser vernetzt und für den Tourismus gemeinsam besser werbewirksam vermarktet werden.

Öffentlicher Personen-Nahverkehr: Der öffentliche Nahverkehr im Harz muss verbessert werden. Schon jetzt richtet sich der ÖPNV durch Aufteilung in die beiden Kreise Goslar und Osterode sehr nach Norden, beziehungsweise Süden aus. Ein gemeinsamer Kreis Westharz und damit gemeinsame Planung des ÖPNV würde die Verkehrsanbindung für den gesamten Westharz verbessern.