Zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt

In Bad Grund wurden am Volkstrauertag zwei Kränze niedergelegt / Opfern der Terroranschläge in Paris gedacht

Anlässlich des Volktrauertages fanden am Sonntag im gesamten Landkreis Gedenkveranstaltungen statt, um den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft und aus traurigem aktuellen Anlass auch den Opfern der Terroranschläge in Paris vom vergangenen Freitag zu gedenken. Auch in der Bergstadt Bad Grund fand ein Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal unter reger Beteiligung der Bevölkerung statt.

Beim Gottesdienst in der St.- Antonius-Kirche nahm Pastor Michael Henheik in seiner Predigt die Terroranschläge in Paris zum Anlass, um auf das letzte Gericht hinzuweisen, das der moderne Mensch oft aus seinem Denken verbannt habe. Bei so schrecklichen Ereignissen wie in Paris oder dem Angriff auf das New Yorker World Trade Center vor 14 Jahren erschrecke zwar der Mensch, habe aber aus Ohnmacht verlernt, damit umzugehen. Diese Hoffnung auf ein letztes Gericht sei es jedoch, die unser Leben bestimmen und das von Güte und Nächstenliebe erfüllt sein sollte, so Henheik. „Ein Phänomen unserer Zeit ist die Unbarmherzigkeit“, so der Pastor, „dabei sollte es für uns eine Verpflichtung sein, Barmherzigkeit an andere weiterzugeben”.
Nach dem Gottesdienst erfolgte am Ehrenmal, unter musikalischer Begleitung des Musikzuges Taubenborn, die Niederlegung zweier Kränze durch den SV Viktoria für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und durch den Ortsbürgermeister Manfred von Daak für die Bergstadt. Auch der Ortsbürgermeister schloss die Opfer und die Angehörigen der, wie er sagte, „feigen“ Anschläge in Paris in seine Ansprache ein, denen das Mitgefühl der Menschen gewiss sei. „Wir Menschen haben die Verantwortung für den Frieden, zuhause und in der Welt“, so von Daak.