Zwei neue Holzstatuen schmücken den WeltWaldHarz

Die „Sinnesfigur“ wurde dort aufgestellt, wo der Wald-Erlebnispfad vorbeiführen wird. (Foto: Kluge)

Motorsägenkünstler leisteten ganze Arbeit / Eine Figur am Albertturm

Bad Grund (cfk). Mit ernster Miene schaut der Chinese, während in seinem Rücken in tiefem Grün die Mammutbäume wachsen. Thomas Sieburd und Holger Engelhardt bringen den am Seil baumelnden Holzkopf in die richtige Position, bevor er einbetoniert wird. Der Chinese ist eine der Figuren, die jüngst Motorsägenkünstler der niedersächsischen Landesforsten in Münchehof aus Holz schufen (der „Beobachter“ berichtete).
Eigentlich als Zierde für den Försterstieg geplant, konnten doch zwei Statuen für den WeltWald bei Bad Grund unweit des jungen Wanderweges abgezweigt werden. Das ist zum einen der Chinese, zum anderen eine phantastische Figur, in der man ein Gesicht, einen Baum, ein Ohr und vieles mehr erkennen kann. „Kann es für diese „Sinnesfigur“ einen besseren Platz als an unserem Walderlebnispfad geben?“, stellt Revierförster Dietmar Mann eine rein rhetorische Frage.
Auch der Chinese, der den Blick ins Markautal gerichtet hat, steht thematisch passend. Denn in seinem Rücken wachsen nicht nur die asiatischen Mammutbäume, auch das chinesische Rotholz ist hier zu finden. Das chinesische Rotholz ist ein lebendes Fossil, eine überlebende Art aus dem Tertiär, das Erdzeitalter, das vor 65 Millionen begann und vor etwa 2,5 Millionen Jahren endete. Das chinesische Rotholz galt als ausgestorben, bis man 1941 einen lebenden Baum entdeckte. Die natürliche Verbreitung beschränkt sich heute auf einige wenige chinesische Bergregionen.
Auch eine dritte Holzfigur wurde bereits aufgestellt und ist am Iberger Albertturm zu bewundern. Die Weltkugel, die dort aufgestellt wurde, kann als Wegweiser zum WeltWald gesehen werden. Oder einfach nur als schöne Holzkunst, die dem Försterstieg zu besonderem Charme verhilft.