Toller Doppelerfolg für Marie Weißberg

Marie Weißberg vom SC Bad Grund bei einem Rennen im vergangenen Winter. Zum Auftakt des WInters 2014/15 erreichte sie in ihrer Altersklasse zwei Siege. (Foto: bo)

Skifahren: Erfolgreicher Auftakt für SC Bad Grund / Auch Gunnar Barke siegte bei den Herren im Deutschland-Pokal

Am vergangenen Sonntag startete im Alpincenter Hamburg/Wittenburg mit zwei Deutschland-Pokal-Rennen die nationale alpine Skirennsaison. Ausgerichtet vom Niedersächsischen Skiverband, unter der Leitung von Henning Röbbel, fanden hier die ersten beiden Slalom-Rennen für alpine Rennläufer aus ganz Deutschland statt. Mit 57 Teilnehmern unter anderem einem eigens aus Bayern angereisten Rennteam samt Betreuern, war die diesjährige Beteiligung und auch das Niveau der Veranstaltung als sehr hoch einzustufen. Dementsprechend war die Möglichkeit gegeben, sich bei einem guten Rennergebnis in der deutschen Rangliste zu verbessern.

Mit Marie Weißberg, Gunnar Barke und Henning Röbbel waren auch drei Rennläufer vom Ski Club Bad Grund am Start. Die auf Weltcupniveau präparierte, sehr eisige Piste im Alpincenter Hamburg/Wittenburg, auf welcher auch Profis wie zum Beispiel Felix Neureuther und Maria Riesch trainieren, präsentierte sich in hervorragendem Zustand, so dass alle Läufer in den Durchgängen identische Bedingungen vorfanden. Die herrschenden Pistenverhältnisse konnten Marie Weißberg und Gunnar Barke dann auch für Topresultate in beiden Slalomrennen nutzen.
Obwohl Marie mit ihren 16 Jahren erstmalig diesen Winter in der Jugendklasse der unter 18-Jährigen startete, errang sie im ersten Rennen den zweiten Platz der offenen Damen-Gesamtwertung. Sie landete nur knapp hinter Franziska Welzmüller, der aktuellen Nummer 33 der deutschen Damenrangliste vom SC Garmisch und siegte souverän in der U18-Wertung. Im zweiten Rennen musste sie sich in der Damenwertung nur denkbar knapp mit 0,4 Sekunden Rückstand aus beiden Läufen der aktuellen Nr. 40 der deutschen Damenrangliste Jessica Vom Brocke vom SC Partenkirchen geschlagen geben, nachdem sie im ersten Lauf sogar nur 0,05 Sekunden trennten. In der Jugendwertung der unter 18-Jährigen siegte sie auch hier wieder ungefährdet mit deutlichem Vorsprung. Durch diese Platzierungen ist sie damit momentan die klar Führende der Deutschlandpokal-Cup-Wertung sowohl in der Damen- als auch in der U18er Klasse.
Aktuell wird Weißberg dadurch in der von Maria Riesch und Victoria Rebensburg angeführten deutschen Damenrangliste auf Position 50 und in der deutschen Rangliste der unter 18-Jährigen sogar auf Position 4 geführt. Ein Erfolg, welcher nur durch intensives Training, damit verbundenen Entbehrungen in der Freizeit sowie durch gute Trainingsarbeit erreicht werden konnte.
Die Basis für diese Erfolge liegt jedoch auch in der guten Arbeit des Trainers Henning Röbbel, welcher es der Nachwuchs-Skiläuferin ermöglichte, durch den erreichten Leistungsstand einen gesponserten Trainingsvertrag bei einem österreichischen Trainer zu bekommen. Auch ohne die verständnisvolle Unterstützung durch das Jacobson Gymnasiums Seesen wären die Bedingungen des kontinuierlichen Trainings im Rahmen des Vertrages nicht realisierbar gewesen.
In der starken Herrenkonkurrenz gab es aus Harzer Sicht sehr erfolgreiche Ergebnisse. Unerwartet setzte sich Gunnar Barke vom SC Bad Grund im ersten Rennen bei starker Konkurrenz durch und verwies Rico Thomas vom ASC Chemnitz und Thomas Schwarz (SC Partenkirchen) auf die Plätze. Eine sehr bemerkenswerte Leistung, vor dem Hintergrund, dass Gunnar aufgrund seines Studiums praktisch nicht trainieren konnte. Im zweiten Rennen um den Deutschlandpokal führte ein kleiner Fehler dazu, dass er nicht ganz vorne und damit auf dem Podest Stand. Aber trotz des Fehlers erreichte Barke immer noch einen beachtlichen fünften Platz. Hier siegte Christopher Mahlich vom SC Bonn vor Ronny Bode (SV Erfurth). Damit ist Barke in der Gesamtwertung des Deutschlandpokals nach den ersten beiden Rennen der Saison punktgleich mit Ronny Bode auf Rang zwei zu finden.
Henning Röbbel, auch in der Herrenkonkurrenz gestartet, ging ohne Erwartungsdruck an den Start. Als Trainer und Sportwart bleibt ihm nahezu keine Zeit für eigenes Training. Aber natürlich auch geschuldet der organisatorischen Dinge, die bei der Ausrichtung eines Skirennens anfallen, wurde er seinem eigenen Anspruch nicht gerecht. Er landete trotz der widrigen Umstände im ersten Rennen auf einem beachtlichen 14. Platz und konnte das Resultat im zweiten Rennen sogar noch auf einen 12. Platz verbessern.