100 Pro Reanimation

Im Rahmen der Aktion „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ lernen die Schüler der Oberschule Badenhausen zusammen mit Politiker Dr. Roy Kühne wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Badenhäuser Oberschüler lernen Verhalten in einer Notsituation und üben die Herz-Druck-Massage

Herz-Druck-Massagen können im Ernstfall Leben retten. Wie das geht, das haben die Schulsanitäter der Oberschule (OBS) Badenhausen mit ihrer Lehrerin Marita Mausolf-Heuer in einer besonderen Unterrichtsstunde gelernt.
Im Rahmen der Aktion „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ informierte der CDU-Politiker und Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne die Schulsanitäter über seine Motivationsgründe für dieses Projekt. 100.000 Menschen in Deutschland haben jedes Jahr einen Herzstillstand und nur 10.000 überleben diesen, weil in den entscheidenden ersten Minuten häufig niemand Erste Hilfe leistet.

In der OBS Badenhausen lernen die Schüler deshalb im Rahmen der jährlichen Schulsanitäterausbildung mit dem DRK Osterode das Verhalten in einer Notsituation und üben die Herz-Druck-Massage. Das kann nun regelmäßig aufgefrischt werden.
An zwei Übungspuppen, die Dr. Roy Kühne der Schule zur Verfügung stellte, durfte jeder Schüler unter Anleitung die wichtige Erste-Hilfe-Maßnahme trainieren. Die fachliche Unterstützung erfolgte dabei durch Beate Kohlstedt vom DRK Osterode. Die Schüler stellten fest, dass ein sehr fester Druck auf den Brustkorb nötig ist. Die Puppe gibt ein akustisches Zeichen, sobald das Brustbein tief genug nach unten gedrückt wird. So erhält der Helfer das Gefühl für die ideale Drucktiefe. Sekundärschäden, wie zum Beispiel gebrochene Rippen durch zu feste Massagen, sollten nicht von der Ersten Hilfe abhalten, meint Dr. Kühne und appellierte an die Schüler, im Ernstfall zu helfen. Außerdem wies er darauf hin, dass neuerdings Laien dazu geraten werde, keine Beatmung mehr, sondern nur die Herzdruckmassage durchzuführen. Das senke die Hemmschwelle, was die Schüler nur bestätigen konnten.