Badenhäuser Feuerwehr ist gut aufgestellt

Das Kommando der Wehr Badenhausen zusammen mit den geehrten und beförderten Mitgliedern. Foto: Bordfeld

Jürgen Rosenthal im Amt als Ortsbrandmeister bestätigt / Ehrungen durchgeführt

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Badenhausen standen Wahlen fürs Kommando, Ehrungen langjähriger Mitglieder und ein ganz besonderer Abschied. Denn Ulli Römermann legte nach 22 Jahren aus gesundheitlichen Gründen das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters nieder.
Ortsbrandmeister Jürgen Rosenthal sprach seinem langjährigen Stellvertreter für dessen steten Einsatz für alle ein großes Dankeschön aus. Da Römermann auch über 30 Jahre Ausbilder für die Atemschutzgeräteträger war, hatte das Kommando als Dankeschönpräsent ein hölzernes Atemschutzgerät anfertigen lassen und Rosenthal versicherte bei der Übergabe, dass Ulli immer als Gruppen- oder Zugführer gern gesehen ist. Mit stehenden Ovationen dankte ihm die Versammlung für seinen Einsatz.
Standing Ovations gab es aber auch noch für andere, die für ihre langjährige Treue geehrt wurden. So überreichte der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Scholz Fritz Ohlendorf die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für 60 Jahre währende Mitgliedschaft.
Jeweils 50 Jahre Feuerwehrgeschichte haben Otto Rosenthal, Dieter Lagershausen und Günter Cappelmann geschrieben, wofür sie von Gemeindebrandmeister Karsten Krügener das Niedersächsische Ehrenzeichen erhielten. Seit 40 Jahren ist Dieter Wegener im aktiven Dienst und Jörg Giesecke seit 25 Jahren, wofür auch sie diese Auszeichnung entgegennehmen durften.
Bei den Wahlen entschieden sich die aktiven Mitglieder dafür, dass Jürgen Rosenthal weiterhin Ortsbrandmeister bleibt, Rüdiger Alff sein neuer Stellvertreter wird, Peter Beulshausen im Amt des Schriftführers bleibt und Jörg Giesecke Atemschutzgerätewart. Stefan Armbrecht wurde zum neuen Gerätewart und Thomas Lagershausen zum Kassenprüfer bestimmt.
Zum neuen Jugendfeuerwehrwart wurde Niklas Buchwald bestellt. Außerdem wurde Jessica Rosenthal zur Feuerwehrfrau und Florian Ehrenberg zum Feuerwehrmann, Mario Passauer zum ersten Hauptfeuerwehrmann und Rüdiger Alff zum Löschmeister befördert.
In die Altersabteilung wiederum wurde Wilhelm Wegener verabschiedet. Julian Wedekind, der nach vier Jahren aus dem Amt des Gerätewartes ausschied, erhielt ein Dankeschönpräsent.
Jürgen Rosenthal legte zuvor aber seinen Bericht vor, den er mit der Statistik begann. So ließ er die Versammlung wissen, dass die Mitgliederzahl der Badenhäuser Wehr stabil geblieben ist. Zurzeit zählt sie 43 Aktive, 14 in der Altersabteilung und vier Ehrenmitglieder sowie fünf in der Reserveabteilung und 265 Förderer, was eine Endsumme von 331 Mitgliedern ergibt.
Das Jahr 2011 habe bereits um 1.53 Uhr des 1. Januar mit dem Löschen eines Mülleimerbandes begonnen und sei mit einem Einsatz „Auslösung BMA (Brandmeldeanlage) Charlottenhof“ am Silverstertag ausgeklungen. Insgesamt sei man zu zwölf Einsätzen ausgerückt. Am größten sei der Einsatz beim Brand des Reiterhofes Teuber gewesen. Rund 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Dabei habe sich gezeigt, dass alle gut ausgebildet waren und gutes Material zur Verfügung hatten. Die Ausbildung sei aber auch nicht zu kurz gekommen. Man habe sich zu 41 Dienstabenden getroffen, vier davon hätten dem Zug 3 gegolten, in dem die Freiwilligen Feuerwehren Badenhausen, Eisdorf und Willensen gemeinsame Einsätze besprachen. Aber auch am Feuerwehrhaus wurde Hand angelegt. Da das alte Mannschaftsfahrzeug nicht mehr durch den TÜV gekommen war, habe man sich einen gebrauchten VW-Bus gekauft und zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Das habe zwar viel Arbeit aber mindestens ebenso viel Spaß gemacht. Abschließend dankte er allen für die gute Zusammenarbeit, mit der sich doch viel bewegen lasse. Dennis Giesecke, der eine Auszeichnung dafür entgegennehmen durfte, dass er an den meisten Dienstabenden teilgenommen hatte, legte als aus dem Amt scheidender Jugendfeuerwehrwart seinen Bericht vor. Darin machte er deutlich, dass die fünf Mädchen und elf Jungen der Nachwuchswehr ein erlebnisreiches Jahr hinter sich gebracht hätten. Auch 2012 dürfte nicht von der Langeweile eingeholt werden. Kinder und Jugendliche, die nicht jünger als zehn und nicht älter als 16 Jahre sind und mal reinschauen möchten, sollten sich vormerken, dass sich die Jugendfeuerwehr immer dienstags ab 17.30 Uhr im Gerätehaus trifft.