Drei Tage, drei Berufe

Die 9. Realschulklasse der Oberschule Badenhausen.

Die Haupt- und Realschüler der 9. Klassen der Oberschule Badenhausen konnten in Berufe hereinschnuppern

Das Hereinschnuppern in die Berufswelt und gleichzeitig auch Kontakte zu Firmen in der Umgebung knüpfen, war Ziel der Berufs­-feld­erkundung, an der die Schüler der 9. Haupt- und Realschulklasse der Oberschule Badenhausen (OBS) in der vergangenen Woche teilgenommen haben.

Der Schulsozialarbeiter Rainer Müller hatte zusammen mit Constantin Weimar (Freier Trainer bei Up Consulting) dieses Projekt organisiert. Das Konzept stammt von der Koordinierungsstelle Hannover des Niedersächsischen Kultusministeriums, das auch die Kosten übernommen hat. Nach einem Vorbereitungstag folgten für die Schüler drei praktische Tage in verschiedenen Unternehmen. Rund 50 Praktikumsplätze im Landkreis und außerhalb hatte Constantin Weimar dafür gewinnen können.
Am vergangenen Freitag stellten die Schüler dann ihre Einblicke und Erfahrungen in ihrer Klasse vor. Einige hatten bereits konkrete Vorstellungen, wie sie sich ihre zukünftige Berufslaufbahn vorstellen und hatten auch die Gelegenheit genutzt, sich vor Ort ein weiteres länger andauerndes Praktikum für das kommende Jahr zu sichern. Während der Präsentation betonten Constantin Weimar und Rainer Müller, dass es vor allem wichtig sei, sich seiner Stärken bewusst zu werden. „Fragt eure Familie, Lehrer und Freunde, welche Stärken sie in euch sehen, und macht euch eine Liste“, appellierte Weimar an die Schüler. Man selbst unterschätze sich oftmals eher, als dass man sich seiner Stärken bewusst sei.
Der 15-jährigen Lisa aus der Realschulklasse hat am besten die Arbeit im Kindergarten Eisdorf gefallen. Sie kann sich die Ausbildung als Erzieherin sehr gut für sich vorstellen. Ihr Ziel ist jetzt erst einmal ein erweiterter Realschulabschluss. Diesen Wunsch hörte man an dem Vormittag des Öfteren, wobei sich herausstellte, dass viele Schüler nicht genau wussten, welchen Notendurchschnitt sie für einen erweiterten Realschulabschluss, also den erweiterten Sekundarabschluss I, benötigen. Hauptsächlich ginge es bei dieser Form der Berufs­-feld­­erkundung darum, dass sich die Schüler den Firmen vorstellen konnten, so Weimar. Auf der anderen Seite seien aber auch viele Unternehmen dankbar dafür gewesen, dass sie sich den Schülern präsentieren und damit vielleicht schon zukünftige Auszubildende gewinnen konnten.