Ein neues Dach für den Kindergarten

Freude in Badenhausen. Bei Dachneubau wurde Richtfest gefeiert. Die Kosten belaufen sich auf 80.000 Euro. (Foto: bo)

Richtfest in Badenhausen: Kosten von 80.000 Euro für das flachgeneigte Steildach trägt die Gemeinde

Im Laufe der 41 Jahre, seit dem der evangelische Kindergarten St. Martin in Badenhausen Vorschulkinder betreut, war es nicht nur der Zahn der Zeit, der jetzt ein völlig neues Dach im Wert von rund 80.000 Euro notwendig machte. Auch die Äste und Zweige der stattliche Eiche, die schon 1973, vor der Errichtung des Gebäudes, auf dieser Fläche gestanden hat, griffen kontinuierlich die Dachoberfläche an. So fasste der Rat der Gemeinde Bad Grund den Beschluss, nicht noch einmal das Dach zu „flicken“ und im Interesse des neuen Daches den alten Baum zu fällen.
In Vertretung von Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann hieß Fachbereichsleiter Joachim Grupe neben Ortsbürgermeister Erich Sonnenburg, die Hausherrin und Kindergartenleiterin Martina Lagershausen, den Vorsitzende des Arbeitskreises Kindergärten, Harm-Heiko de Vries, Frau Gebhardt und Frau Fricke vom Kirchenvorstand, sowie die Arbeiter und Meister der Firmen Beckert und Hesse, als die wichtigsten Akteure herzlich willkommen.
Nachdem unter dem festlich geschmückten Richtbäumchen auf dem flachgeneigten Steildach seitens der Handwerker der Richtspruch erklungen, die guten Wünsche begossen und das Glas zerschmissen war, betonte Grupe, dass die 80.000 Euro Baukosten für das Dach Dank einer glücklichen Fügung im Haushalt der Gemeinde Bad Grund vorhanden waren und dies dazu führte, das Flachdach nicht zu reparieren sondern eine dauerhafte Lösung durch ein flachgeneigtes Steildach zu schaffen. Joachim Grupe dankte Dipl.-Ing. Uwe Schiller und Normen Schöne vom Gebäudemanagement, die diese technische Lösung konzipierten, sich um Statik und Baugenehmigung bemühten und letztlich auch die Ausschreibung vornahmen.
Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass das neue Dach schon fast fertig sein möge, wenn der Kindergarten wieder seine Pforten öffnet, damit alles reibungslos über die Bühne gehen könne. Und um auf die Eiche zu sprechen kommen versicherte er, dass er über das Fällen des alten Baumes auch nicht sehr glücklich gewesen sei, aber im Interesse der Haltbarkeit des Daches habe dieser Schritt gewählt werden müssen. „Vielleicht kann man ja einen jungen Baum dort hinpflanzen“, so Joachim Grupe während des offiziellen Richtfestes des Daches.

Fakten zum Dachausbau

Die 80 000 Euro trägt die Gemeinde Bad Grund ganz alleine, denn die Kirchengemeinde wird aus der Finanzierung herausgelassen, weil die Gemeinde der Träger dieser Einrichtung ist.
Ein Flachdach sollte wegen der Anfälligkeit nicht noch einmal auf den Mauern gesetzt werden, dafür wurde jetzt ein flachgeneigtes Steildach gewählt, welches in der Mitte rund 1,50 Meter hoch sein wird, damit zukünftig das Wasser vernünftig ablaufen kann, ohne sich den Weg in die Innenräume zu suchen. In letzter Zeit hatten bei Regen des Öfteren Eimer und kleine Wannen Einzug in den vorderen Bereich des Kindergartens gehalten, die sich sehr zur Freude der Kinder mit dem feuchten Element füllten.
Aber auch die Entwässerung soll im Zuge der Baumaßnahme nach außen verlegt werden. Außerdem wird eine Binderholzkonstruktion aufgesetzt, die mit Trapezblech abgedeckt wird. Ein darin eingelassenes Acrylglas widerum wird für ausrechend Tageslicht sorgen. Der Giebel soll letztendlich mit Schiefer verkleidet werden.
Während die Firma Hesse die Holzkonstruktion übernommen hat, auf welche die Trapezbleche gesetzt werden, hat die Firma Beckert sich mit der Erneuerung der Dämmung befasst. Die eingebaute Dampfbremse wird unter andere dafür sorgen, dass das Eindringen von Wasserdampf unterbunden wird.