Enrico Gut airbrushed Kunst nicht nur auf Autos

Enrico Gut arbeitet an seiner neuesten Arbeit.

Ausstellung in der Partyscheune am Posthof in Badenhausen / Gebürtiger Eisdorfer versetzt Besucher ins Staunen

Der gelernte Tischler arbeitet mit dem Derringer unter den Spritzpistolen, hat nach sechs Prüfungen innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre seinen Airbrush-Designer in der Tasche und wird im kommenden Jahr sein Diplom ablegen. Die Rede ist von Enrico Gut, der seine erste Ausstellung in der Partyscheune am „Posthof“ zu Badenhausen ausgerichtet und nicht mit so einem Besucheransturm gerechnet hatte.
Der gebürtige Eisdorfer, der im Mitteldorf mit seiner Frau Katja, seiner 11-jährigen Tochter sowie seinem 14-jährigen Sohn wohnt und sein Arbeitsraum eingerichtet hat, ließ sich 1998 auf seinen dritten Pkw Pferd und Ritter spritzen. Damals war er aber noch als Tischler tätig, die Neugier war allerdings geweckt. Mit der Arbeitslosigkeit kam ihm und seiner Frau die Idee, den Beruf des Airbrush-Designers zu erlernen. Enrico Gut erkundigte sich aber nicht nur nach den Möglichkeiten, sondern suchte sich auch eine neue Arbeitsstelle, denn der Weg zu seinem neuen Nebenberuf war nicht kostenfrei.
Als die gefunden war, bekam er auch vom Institut in Bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum die Chance, die künstlerische und grafische Arbeit mit dem Luftpinsel zu erlernen. Dafür war er stets ein paar Wochen pro Semester in Bochum, welches mit einer theoretischen und praktischen Prüfung in der von Herbert Grönemeyer besungenen Stadt endete. Und sein Kompressor sowie seine erste „Pistole“ warteten darauf, zum Einsatz zu kommen.
Auf der Ausstellung staunten die Besucher nicht nur über die Aussagekraft der Arbeiten, sondern auch darüber, dass diese Kunst sich nicht bloß auf Autotüren, Kotflügeln oder Motorhauben sehr gut macht, sondern als Bild ebenso verzaubert, wie mit Pinsel gefertigte Werke. Denn Airbrush erlaubt die „Malerei“ auf fast allen Materialien, ob das nun Metall, Papier, Stoff oder Leder ist. Die Ausnahme ist Glas. „Ich erarbeite aber nicht nur eigene Ideen, sondern setze auch gerne Überlegungen anderer Mitmenschen in ein Bild auf Material ihres Wunsches um“. Zurzeit macht er ein Abbild seines rechten Auges auf eine Größe von 42 x 60 Zentimeter auf Airbrush Karton und schreibt an seiner Diplom-Arbeit. Dafür ist er in die Airbruh-Geschichte abgetaucht und hat festgestellt, dass diese Kunst bereits im 19. Jahrhundert einen Namen hatte.
Fest steht jedenfalls, dass diese erste, überaus erfolgreiche Ausstellung nicht die Letzte gewesen sein wird. Wer aber nicht so lange warten, sondern eine eigene Vorstellung in Farben umgesetzt haben möchte, der sollte sich bei Enrico Gut melden, unter anderem bietet er auch Airbrush-Kurse für Anfänger an (Telefon: 05522-506219, E-Mail: mail@enricoswelt.de) oder einfach mal auf seine Homepage www.enricoswelt.de schauen.