Flagge zeigen für Europa

Mit viel guter Laune beim Festumzug durch Badenhausen, eröffneten rund 700 Jugendliche aus sieben Nationen das internationale Jugendtreffen „Jugend spielt für Europa“. (Foto: Niemann)

700 Jugendliche aus sieben Nationen messen sich in der Gemeinde Bad Grund in fairen Fußball-Wettkämpfen

Mit Gesang, wehenden Fahnen und viel guter Laune zogen am Freitagabend rund 700 Jugendliche aus sieben Nationen vom Sportplatz aus durch die Straßen von Badenhausen und eröffneten mit dem Umzug, der vom Spielmannszug Gittelde und vom Spielmannszug Wulfen begleitet wurde, das internationale Jugendtreffen „Jugend spielt für Europa“.

Bereits einige Tage zuvor waren die meisten der jungen Sportler angereist, um sich zunächst bei Ausflügen in die nähere Umgebung kennenzulernen und gemeinsame Zeit zu verbringen. Brücken bauen zwischen den Jugendlichen Europas ist das Anliegen dieses internationalen Jugendtreffens, das vor 57 Jahren von Hans Zohren ins Leben gerufen wurde. Bereits zum zweiten Mal wurde das Projekt gemeinsam mit dem FC Westharz durchgeführt. Auch wenn die Organisation immer viel Arbeit bedeute, habe alles sehr gut geklappt, sagte Jugendleiter Manuel Sauer. Ein großes Lob schickte der stellvertretende Organisationsleiter Fabian Pramel an die Oberschule Badenhausen (OBS), die ihre Schüler freigestellt hatte. „Durch die Kommunikation mit unseren Gästen, haben sie das Verpasste gut ausgleichen können“. Inzwischen habe das Projekt bereits an vier unterschiedlichen Orten stattgefunden, die Gemeinde Bad Grund sei jedoch zu seinem Lieblingsort geworden.
Nach dem Umzug wurden die Jugendlichen aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Ukraine, Dänemark, Albanien und den Niederlanden auf dem Schulhof der OBS offiziell begrüßt. „Dieses Turnier steht als Symbol für Europa und gegen den Nationalismus“, so der langjährige Schirmherr und Mitglied des Europäischen Parlaments Bernd Lange in seinem Grußwort. „Hier beim Fußball kämpft Ihr gemeinsam um Siege, aber in einem fairen Wettbewerb. Das ist, was Euch auszeichnet“. Und das sei besonders wichtig in Zeiten, in denen Menschen versuchen, Europa kaputt zu machen, betonte Lange. „Eure Freude und Begeisterung ist ansteckend“, so der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, zu den Jugendlichen „Ihr seid ein Beispiel dafür, dass der Zusammenhalt in Europa funktioniert“. Am besten schien jedoch die Begrüßung von Pastor Thomas Waubke bei den jungen Fußballern anzukommen. Dieser rief alle Mannschaften nacheinander mit ihren Herkunftsländern auf, die dann begeistert aufsprangen, jubelten und ihre Vorfreude auf die bevorstehenden drei Fußballturniertage demonstrierten.

Das internationale Jugendtreffen „Jugend spielt für Europa“...

...wurde im Jahr 1960 von Hans Zohren ins Leben gerufen. Das Projekt verbindet sportlichen Wettbewerb im Fußball auf Basis eines interkulturellen Austauschs. Im Vorfeld verbringen die Jugendlichen, die aus vielen Teilen Europas kommen, zunächst gemeinsame Zeit, um sich anschließend an drei Tagen im Fußball zu messen. Bisher haben 5.000 Vereine aus über 25 Nationen daran teilgenommen. Im Jahr 2013 wurde dem Projekt der Europäische Bürgerpreis verliehen.