Geschichte über Münzprägung stößt auf Interesse

Uwe Kipp entführte in die Geschichte der Münzprägung. (Foto: Bordfeld)

Heimat- und Geschichtsverein Badenhausen hatt Bürger zu Vortragsnachmittag ins alte Rathaus eingeladen

Der Heimat- und Geschichtsverein Badenhausen hatte zu einem Vortragsnachmittag eingeladen, bei dem es um das liebe Geld ging. Und interessierte Bürger aus nah und fern sorgten dafür, dass der Sitzungssaal im alten Rathaus gut besetzt war. Denn sie alle wollten von Uwe Kipp erfahren, was er zu dem Thema „Die Gittelder Münzprägestätte – und die Gittelder Pfennige“ zu berichten wusste.
Der stellvertretende Vorsitzende, Thomas Burghardt, betonte in seiner Begrüßungsrede, dass zwar die ganze Welt über die Finanzkrise redet, und auch die Badenhäuser davon nicht verschont blieben. Weil aber Gittelde schon vor 1000 Jahren vom Geld profitierte, habe der HGV Badenhausen Uwe Kipp als Referenten eingeladen.
Dann gehörte alle Aufmerksamkeit dem Münzspezialisten aus Gittelde, der zu einer Reise in das erste Jahrtausend einlud. Denn die erste Epoche der Geschichte um die Münzprägestätte Gittelde hat damit begonnen, dass die damalige Ortschaft am 12. Dezember 965 das Münzrecht erhielt. Dieses Recht habe sehr eng mit dem Harzer Bergbau zusammengehangen, denn die ersten Münzen sind Silberpfennige gewesen. Und aus einem Pfund des Edelmetalls hätten 250 Pfennige geprägt werden können. So zählen beispielsweise die Gittelder Pfennige zu den ältesten Münzen mit deutscher Inschrift.
Kipp ging aber nicht nur auf Gitteldes Münzpräge-, sondern auch die gesamte, damalige Welt- und Handelsgeschichte ein, wozu auch die Macht der Kirche und des Adels zählten.
Nach diesem Ausflug in frühere Zeiten kehrten alle in die Gegenwart zurück, und nutzten die Möglichkeit, die vorgestellten Münzen im Original anzuschauen. Dabei wurden noch einige Fragen beantwortet und interessante, fachliche Gespräche geführt.