„Glückskäfer“ spielen seit 40 Jahren

Petra Mackensen, Monika Bock, Heidrun Hoffmann sowie Barbara und Martina Lagershausen erinnern sich an die 40 Jahre währende Spielgemeinschaft und schauen voller Freude in die Zukunft. (Foto: Bordfeld)

Sechs Frauen entschieden sich 1976 die Spielkarten in die Hand zu nehmen / Alle 14 Tage ist männerfreier Abend

„Was die Männer können, können wir auch“, sagten sich vor 40 Jahren Brigitte Apel, Monika Bock, Heidrun Hoffmann, Barbara und Martina Lagershausen sowie Petra Mackensen.

Weil sich ihre besseren Hälften seit 1972 vierzehntägig zum Kegeln trafen, entschieden sich die sechs Frauen 1976, die Spielkarten in die Hand zu nehmen. Auch wenn diese mittlerweile von altbekannten und gerade auf den Markt gekommenen Spielen abgelöst wurden, treffen sich die „Glückskäfer“ immer noch alle 14 Tage zu einem männerfreien Abend zum Spielen, Erzählen und Schnabulieren von kleinen Leckereien.
Leider verstarb vor zwei Jahren Brigitte Apel, doch wollten die verbliebenen Spielschwestern ihren gemeinsamen Abend fortsetzen: „Das hätte Brigitte bestimmt so gewollt, sie ist in unseren Gedanken auch immer dabei“, so die fünf, die auch verrieten, dass sie sich auf ihre gemeinsamen Fahrten freuten, welche alle 2 Jahre geplant und durchgeführt werden. Sie haben mittlerweile nicht bloß die ganze Bundesrepublik „abgegrast“, sondern schauten beispielsweise auch schon in Budapest, Rom und London vorbei. Jetzt sind sie gerade von ihrer Jubiläumstour von Rügen zurückgekehrt.
Wie sie auf die vielen Spiele gekommen sind und noch kommen werden? Sie alle haben ein großes Stück Kind in sich bewahrt und so die Spiele, welche ihr Nachwuchs geschenkt bekam, auch angetestet und zumeist für sehr gut befunden. Ihre feste Bindung zu der von Spaß und Freude getragenen Spielewelt hat sich in den 40 Jahren auch bei allen herumgesprochen, und so geschieht es nicht selten, dass sie Spiele geschenkt bekommen, die beim nächsten, mindestens drei Stunden währenden Treffen, angetestet werden. „Spielen ist für uns Entspannung und ein Ausgleich zum Alltag. Die 50 machen wir in jedem Fall noch voll“ und Petra Mackensen wird auch weiterhin die Fotoalben-Tagebücher führen und selbst gemalte Geburtstagskarten an ihre Mitspielerinnen verschenken.
Allerdings treffen sich die „Glückskäfer“ nicht nur regelmäßig an einem der fünf Spielorte, weil jede Spielschwester mal dran ist, für sie gehört auch dazu, beim bunten Umzug des Schützenfestes in Badenhausen mitzulaufen. Außerdem treffen sie sich zu Geburtstags,- und Weihnachtsfeiern. Die Faschingszeit war von 1985 – 2015 bei ihnen auch eine wichtige fünfte Jahreszeit, die ihren Höhepunkt auf dem Saal des Gasthauses Behrens fand. Wie schön sie, zusammen mit den Herren der Schöpfung, diese Räumlichkeit dekoriert haben, ist übrigens heute noch zu sehen und stößt beim Betrachten auf viele Worte des Lobes und der Anerkennung.
In jedem Fall wird es für die Glückskäfer auch die nächsten zehn Jahre nicht langweilig werden. Und wenn sie noch fit sind, wird auch ins 51. Spiele-Jahr und darüber hinaus durchgestartet.