Heimat- und Geschichtsverein Badenhausen hat viel auf die Beine gestellt

In dieser Vitrine sind alte Schriftstücke, wie beispielsweise die Bibel aus dem Jahre 1530, zu sehen. (Foto: Bordfeld)
 
Diese Bibel aus dem Jahre 1530 ist ein wahrer Schatz im Heimatmuseum Badenhausen. (Foto: Bordfeld)

Am 17. April wird zu einem Tag der offenen Tür geladen

Badenhausen (pb). Um einmal deutlich zu machen, was der Heimat- und Geschichtsverein Badenhausen (HGV) in der letzten Zeit im Museum, das im ersten und zweiten Stock des alten Rathauses und in dem Nebengebäude beheimatet ist, auf die Beine gestellt hat, wird am 17. April von 10 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür geladen. Dieser Beschluss wurde während der Jahreshauptversammlung gefasst. Ebenso wird mit der Grundschule Gittelde im September eine Projektwoche in Angriff genommen.
Zuvor legte der erste Vorsitzende, Erich Sonnenburg, der gut besuchten Versammlung im Gasthaus Hermann Behrens, aber erst einmal seinen Bericht vor, aus dem deutlich wurde, dass es mehr oder weniger erfreuliche Dinge gewesen sind, welche die Geschehnisse des Vereins beeinflussten.
Der Umbau und die Neugestaltung des Heimatmuseums seien fast vollständig abgeschlossen. Dafür sprach er allen, die kräftig mit angepackt hatten, ein großes Dankeschön aus, ganz besonders aber Thomas Burghard, der schon fast im Museum gewohnt habe. Die Arbeit habe sich jedenfalls gelohnt, denn jeder Raum erstrahle in neuem Glanz.
Dank auch an Jürgen Maak, dessen Dia- Vorträge beim interessierten Publikum immer gut angekommen sind und gut besucht wurden.
Zwei besondere i-Tüpfelchen seien die Schenkungen von Angehörigen von verstorbenen Badenhäusern. So habe Jürgen Felbinger, der in Cloppenburg wohnt, eine umfangreiche Bildersammlung aus dem Nachlass seines Vaters Julius-Otto dem Museum überlassen. Die Zahl der Werke sei so groß, dass auch einige im Ratssaal zu sehen sind. Aus dem Nachlass von Tischlermeister Heinrich Schnute habe Stefanie Kuchenbecker, geborene Schnute, auch rund 50 Präparate einer ornithologischen Sammlung übergeben. Es handelt sich aber nicht „nur“ um Federviecher fast aller Rassen und Größen, sondern auch befellte Wesen. Außerdem schenkten die Familien Kuchenbecker und Steinert dem Heimat- und Geschichtsverein noch einen Schaukasten mit legendären Tischlerwerkzeugen.
Viele interessierte Besucher hätten sich im letzten Jahr schon eingefunden. Sogar ein alter Badenhäuser, der heute auf Fehmarn lebt, hat sich mit seinen Sportfreunden im Museum umgeschaut und dem HGV ein großes Kompliment ausgesprochen. Aber auch Schulklassen der Haupt- und Realschule Badenhausen und Mitglieder der Heimatstube Eisdorf seien zugegen gewesen. Mit Letzteren habe es auch einen Gedankenaustausch gegeben, bei dem sich beide Seiten klar geworden seien, dass es nicht bei diesem einen Gespräch bleiben dürfe.
Erich Sonnenburg schaute aber auch nach vorne. Bereits am Dienstag, 12. April, wird zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde um 19 Uhr zu einem Vortrag zum Thema „Romanik – eine Epoche in der Geschichte“ in den Gemeinderaum der Kirche geladen. Am 3. Mai findet zur gleichen Zeit im Rathaus ein Vortragsabend zum Thema „Osterwieck – Bilder, Balken, Bischöfe und Blankenburg – wechselvolle Geschichte des großen Schlosses“ statt. Beide Abende werden von Pastor Thomas Waubke und Thomas Burghard moderiert.
Beide Vorträge sollen als Einstimmung zur Fahrt am 21. Mai dienen, die nach Osterwieck und Blankenburg führen wird. Wer sich noch nicht dazu angemeldet hat, sollte dies schnellstmöglich im Büro der evangelischen Kirchengemeinde vornehmen. Auf die Projektwoche zu sprechen kommend, betonte der erste Vorsitzende, dass Themen wie „Schule früher“, „Hindenburg“, „Gips“ und „Wäsche waschen wie früher“ in Angriff genommen werden, dafür bräuchte er viele helfende Hände. Diese Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem HGV sei eine sehr wichtige Sache. Zum Tag der offenen Tür ließ er noch seine Idee durchblicken, den alten Film von 1960, den die Junggesellengemeinschaft seinerzeit angefertigt hat, im Ratssaal zu zeigen.
Thomas Burghard, 2. Vorsitzender des HGV, versicherte, dass die Archivierungsarbeiten kurz vor dem Abschluss stünden. Am längsten hätte beim Eintrag ins wichtige Fundbuch die Bestimmung der gefiederten Freunde gedauert. Dafür seien aber die Vitrinen, auch die neuen, jetzt voll und sehenswert eingerichtet.
Aber auch der stellvertretende Bürgermeister von Badenhausen, Walter Lagershausen, meldete sich zu Wort und sprach dem HGV ein großes Dankeschön dafür aus, dass er die Geschichte der Gemeinde am Leben erhält.
Die weiteren Regularien sahen noch die Wahl eines Revisors vor. Hier wurde Elfriede Lange zur Kassenprüferin gewählt.
Im Verlauf der Versammlung wurden noch weitere gute Ideen zur Sprache gebracht. So ist angedacht, in Zusammenarbeit mit Willi Lange, im Bürgerpark einen Zunftbaum aufzustellen und die Umgestaltung der Räume des Nebengebäudes vom Rathaus in Angriff zu nehmen.