Historische Objekte im Heimatmuseum

Der Vorstand des HGV Badenhausen auf der „Müller'schen“ aus dem Jahr 1928: Folkmar Apel, Jochen Placht, Klaus Ohm, Wolfgang Sauer, Jürgen Maak, Thomas Burgardt und Erich Sonnenburg. (Foto: Bordfeld)
 
Klaus Ohm probiert schon mal den Neuzugang, die etwa 90 Jahre alte Werkbank aus. (Foto: Bordfeld)

Heimat- und Geschichtsverein Badenhausen archiviert und präsentiert Schätze aus der Vergangenheit

Mindestens einmal im Monat treffen sich sechs bis acht arbeitswütige Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Badenhausen in den zehn Räumen des ehemaligen Rathauses. Sie wollen die Umgestaltung der Ausstellungen zum Abschluss zu bringen.

Ein Projekt davon ist das ehemalige Stallgebäude, welches zu einem Feuerwehrgerätehaus vergangener Tage umgestaltet wird, in dem unter anderem auch die „Müller’sche“, eine Feuerwehrspritze von 1928 zu sehen sein wird. Auch Planung für die Einrichtung einer Ausstellung mit altem Kircheninventar der St. Martin Kirche in deren Turm ist bereits in vollem Gange.
„Der Heimat- und Geschichtsverein Badenhausen ist für die Ausstellung historisch relevanter Objekte im Heimatmuseum Badenhausen verantwortlich. Wir sehen uns in der Pflicht die Objekte zu archivieren, zu inventarisieren und so zu präsentieren, dass sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind”, so Thomas Burgardt, der erste Vorsitzende des Vereins.
Das größten Umräumarbeiten an oder in den Vitrinen und Schränken wurden bereits erledigt. Die letzte große Maßnahme war der Aufbau einer Bilderwand im Obergeschoss sein. Im Museum wird auch eine eigene Werkstatt für die Instandsetzung verschiedener Dinge integriert. Vor einem halben Jahr wurde außerdem mit der Erfassung der schriftlichen Unterlagen begonnen. Diese Arbeit nähert sich jetzt langsam dem Ende. Dazu wird in den nächsten Monaten ein Findbuch erstellt, welches die schriftlichen Unterlagen registriert, die in drei großen Stahlschränken verwahrt werden.
Für die Fotoarchivierung konnten Stahlschubladenschränke zu einem günstigen Preis besorgt werden. In denen etwa 3500 Fotos, Postkarten und Veröffentlichungen archiviert sind.
Doch Ruhe wird nie einkehren, weil es in den Ausstellungsräumen immer etwas zu tun gibt. Stücke, die zwar schon mit Inventarnummern versehen sind, aber trotzdem noch auf ihre endgültige Katalogisierung warten, werden dann entweder in der Ausstellung gezeigt oder im Archiv der Werkstatt eingelagert. Bei all den Arbeiten im Museum kommen aber auch andere Aktionen nicht zu kurz, so der erste Vorsitzende im Gespräch mit dem Seesener Beobachter. So habe es beispielsweise im zurückliegenden Jahr einen Erfahrungsaustausch mit den umliegenden Vereinen gegeben, um sich kennenzulernen sowie Ideen und Anregungen auszutauschen.
Mit der Oberschule Badenhausen wird bereits seit dem letzten Schuljahr zusammengearbeitet. Für 2015 ist wieder eine gemeinsame Fahrt mit den evangelischen Kirchengemeinden Badenhausen und Windhausen geplant und auch sonst gibt es einen regen Austausch zwischen Kirchen- und Dorfgeschichte. Auch Tage der offenen Tür werden regelmäßig veranstaltet. Zum nächsten wird am 28. September eingeladen. Aber schon bereits am 25. Mai nimmt der HGV an der Eröffnung des Radweges T 7, der durch die Gemeinde Bad Grund führen wird, teil. Der Verein wird am Grillplatz der Hindenburg eine Ausstellung zur ehemaligen Burganlage gestalten.
Das Museum selbst hat keine festen Öffnungszeiten. Für Besuche oder Objektspenden kann sich an die Mitglieder des Vorstandes gewendet werden. Auch Bilder, Fotografien und Bücher werden gerne übernommen oder, falls nur zur Leihgabe, fotografiert, katalogisiert und dann zurückgegeben.