Im Kindergarten Badenhausen dreht sich alles ums Feuer

Der Brandschutzerzieher der SG Patrik Ude, stieß bei den Kindern des Kindergartens Badenhausen auf großes Interesse und Spaß am Lernen. (Foto: Bordfeld)

Kinder üben den Ernstfall: Evakuierungs-Szenario durchgespielt

Wer zurzeit den evangelischen Kindergarten Badenhausen besucht, wird feststellen, dass die Kinder sprichwörtlich Feuer und Flamme sind.

Von Petra Bordfeld

Badenhausen. Denn in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Badenhausen und der Samtgemeinde Bad Grund haben die Leiterin, Martina Lagershausen, und ihr Team ein Konzept zum Thema „Brandschutz“ erarbeitet, welches jetzt Punkt für Punkt in Theorie und Praxis umgesetzt wird.
Zuerst einmal wurde festgestellt, dass das Feuer zu unserem Leben ebenso wie Luft und Wasser gehört. Aus dem Grunde muss es geachtet und der richtige Umgang mit ihm erlernt werden. Da diese Schulung aber nicht mit dem Entzünden eines Streichholzes getan ist, wurden Ziele für die Brandschutz-Förderung erarbeitet. Da diese insbesondere in Zusammenarbeit mit den Eltern zu erreichen sind, wurden sie auf einem Elternabend vorgestellt. Schließlich sollen die Kinder in einer beschützten Situation Feuer kennenlernen, ohne dass sie sich in Gefahr begeben. Dazu gehörte auch das Erlernen des ordnungsgemäßen Absetzens des Notrufes unter 112.
Den Hauptteil wiederum haben die Menschen in den Händen, die nicht selten mit Feuer zu tun bekommen: die Feuerwehrleute. So kam beispielsweise der Brandschutzerzieher der Samtgemeinde Bad Grund, Patrik Ude, nicht nur einen Tag zu den kleinen Bürgern. Er hatte so viel Wissenswertes mitzuteilen, dass das nicht an einem Vormittag zu schaffen war, was übrigens die Kinder absolut nicht störte – im Gegenteil. Zuerst einmal erklärte er die Kleidung der Kameradinnen und Kameraden sowie deren Funktion, dann ging er auf die weit gefächerten Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren ein. Und er machte einen Unterschied zwischen „dürfen“ und „können“. Denn er ließ die kleinen wissensdurstigen Mädchen und Jungen wissen, dass sie die Feuerwehr immer dann rufen dürfen, wenn sie selbst in Gefahr sind, wenn sie selbst einen Brand verursacht haben oder wenn sie sehen, dass es brennt und andere Menschen in Gefahr sind. Sie können aber auch die Wehr rufen, indem sie Erwachsene über das Gesehene informieren, selbst die 112 anwählen – gleich ob das von Zuhause oder von unterwegs ist.
Dass Feuer schön aussehen kann, wenn es gemalt oder gezeichnet ist, stellten die Kinder übrigens während des traditionellen Laternenumzuges unter Beweis, denn in diesem Jahr wurden alle Laternen unter dem Motto „Feuer“ gebastelt. Dass es aber auch schön anzusehen und warm ist, erfuhren sie, als Kerzen oder ein Lagerfeuer entzündet wurden. Außerdem wird so ganz langsam eine „Einsatzzentrale“ gefertigt. Denn aus Milchtüten entstehen „einsatzfähige“ Feuerwehrfahrzeuge, die sowohl über eine Leiter, als auch über Blaulicht und Martinshorn verfügen.
Das absolute Highlight dürfte aber die Räumungsübung sein, die von der Freiwilligen Feuerwehr Badenhausen ausgerichtet wird, und an der alle Mädchen und Jungen sowie Mitarbeiterinnen des Kindergartens teilnehmen werden, die vorher für diesen Einsatz geschult wurden.