„Kinder sind unsere Zukunft, in die wir investieren wollen“

Im Bürgerpark wurden die Luftballone mit einer Absenderkarte versehen und in den blauen Himmel steigen gelassen.
 
Erich Sonnenburg (links) und Mike Südekum wurden von Renate Klenner mit Marzipankartoffeln begrüßt.

Jubiläumsfest des Kindergarten Badenhausen kam bei Jung und Alt gut an: Pegel der guten Laune befand sich im Höhenflug

Das Team sowie der Träger des Kindergartens St. Martin in Badenhausen hatten zu einem ganz besonderen Kartoffelfest geladen, bei dem es nicht bloß darum ging einen Majestäten dieses Nachtschattengewächses zu proklamieren oder die längste Kartoffelschale vorzulegen. Im Mittelpunkt stand das 40-jährige Bestehen des Kindergartens. Und mit diesem Vorhaben blieben die Gastgeber nicht lange allein, denn schon vor dem offiziellen Start der Jubiläumsfeier füllte sich neben dem Gebäude auch das Gelände so stark, dass beides fast aus den Fugen zu geraten schien. Und der Pegel der guten Laune sowie der schönen Erinnerungen befand sich stets im Höhenflug – wie Luftballone am Ende des Festes.
Begrüßt wurden die Gäste mit Marzipankartoffeln und einem aller Kindergartenkinder sowie Mitarbeiterinnen aus vollem Herzen gesungenen Lied: „Wir feiern heut ein Fest“. Anschließend hieß Martina Lagerhausen, die seit 25 Jahren Mitarbeiterin der Einrichtung ist und sie seit 2010 leitet, die Gäste herzlich willkommen. Sie brachte ihre Freude über die große Zahl der Gratulanten zum Ausdruck. Sie stünde, gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen, hinter der Einrichtung, die 1972 aus der Taufe gehoben wurde. Damals besuchten 85 Mädchen und Jungen diesen Kindergarten. Im Laufe der vier Jahrzehnte seien es 1073 gewesen.
Damals wie heute liebten sie die Kinder mit all ihren Stärken und Schwächen. Ihre Individualität werde geachtet und wertgeschätzt, außerdem freue man sich mit ihnen über jeden neuen Entwicklungsschritt. Sie wollten den Kindern auch eine Fülle von sozialen, kulturellen, religiösen und praktischen Lerngelegenheiten sowie Bildungsangeboten ermöglichen, um ihnen so eine Chance für ein erfolgreiches Hineinwachsen in unsere Gesellschaft zu ermöglichen. Denn: „Kinder sind unsere Zukunft, in die wir weiterhin investieren müssen und wollen“.
Pastor Thomas Waubke schlüpfte in die Rolle des poetischen Gratulanten. Einfühlsam und schelmenhaft kam er in Versform auf die Leistungen der ehemaligen und heutigen Verantwortlichen zu sprechen, die stets an einem Strang ziehen. Er überreichte mit Unterstützung der Kinder den Mitarbeiterinnen Rosen des Dankes.
Mike Südekum, ehemaliges Kindergartenkind und Zivi in dieser Einrichtung, trat als Kirchenvorstandsvorsitzender ans Mikrophon und erinnerte an alte Zeiten. Mittlerweile gingen schon die Kinder und Kindeskinder der Kinder der ersten Stunde in diese Einrichtung, auf die folgendes Zitat zutreffe: „Erst wenn man genau weiß, wie die Enkel ausgefallen sind, kann man beurteilen, ob man seine Kinder gut erzogen hat“.
Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann ließ es sich auch nicht nehmen, dem Kindergartenteam ein herzliches Dankeschön für dessen Leistungen auszusprechen. Er würdigte den Einsatz für den Ausbau des Kindergartens im Interesse der Mädchen und Jungen. Damit und mit dem Geld aus dem Haushalt der Samtgemeinde sei es gelungen, auch für die Ein- bis Dreijährigen einen behüteten Platz zu schaffen.
Badenhausens Bürgermeister, Erich Sonnenburg, zog den symbolischen Hut vor dem gesamten Team, vor allem aber vor den Erzieherinnen, die in den vier Jahrzehnten in diesem Kindergarten gewirkt haben.
Christine Hartmann, Fachberaterin der Landeskirche, sowie Sprecher der Vereine und Verbände in Badenhausen, sparten ebenso wenig mit Lobesworten. Schützenmeister Hardy Höppner überreichte auf Beschluss des Offiziums und des Vorstandes des diesjährigen Schützenfestes einen gut gefüllten Umschlag.
Dann nahm das Fest seinen Lauf. Leckere Kartoffelsuppe wartete darauf, verspeist zu werden. Die vom Frauenchor Badenhausen betreute Kaffee- und Kuchentheke durfte erstürmt werden. Und dazwischen lagen Highlights der unterschiedlichsten Art. Neben Kartoffel-Spielen für die Kinder galt es für die Erwachsenen die längste Kartoffelschale zu schälen und die Anzahl der Kartoffeln in einem 25-Kilo-Sack zu schätzen. Insgesamt rund 120 Wettstreiter maßen sich in beiden Disziplinen. Melanie Giesecke schaffte einer Kartoffel 1,42 Meter Schale zu entschälen, und Natascha Ehrenberg lag mit den geschätzten 218 Kartoffeln der wirklichen Zahl in Höhe von 217 Kartoffeln am nächsten. Dafür erhielten beide so viele Erdäpfel, dass der Winter kommen kann.
Die zukünftigen Abc-Schützen brachten dann „Der gute Kartoffelkönig“ auf die Bühne. Pastor Waubke lud zur Abschlussandacht, die musikalisch vom Frauenchor Badenhausen und vielen Kindern der Jubel-Einrichtung umrahmt wurde.